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21.12.2012 · Opfenbach

Architekt Stottele informiert den Opfenbacher Gemeinderat über den Baufortschritt

„Wir liegen im Zeit- und Kostenplan“

Kultur- und Sportzentrum · Nachdem in der vorigen Sitzung des Gemeinderates über den verspäteten Einbau eines Abfangträgers in das neue Kultur- und Sportzentrum diskutiert worden war, gab Architekt Wolff Stottele jetzt Entwarnung: „Wir liegen im Zeitplan“. Wie geplant bis Weihnachten solle der Sporthallen-Neubau wetterfest sein. Ab Juli 2013 soll die neue Halle für Schul- und Vereinssport offen stehen und dann die Sanierung des alten Hallenteils beginnen.

Turn- und Festhalle Opfenbach
Bild: Matthias Becker
Auch bei den Kosten sieht es, so Stottele, positiv aus. Trotz Überschreitungen bei einigen Gewerken könnte der Gesamtkomplex am Ende sogar etwas preiswerter werden als zunächst geplant. Im Bereich des viel diskutierten Abfangträgers habe es Änderungen gegeben, informierte Stottele.

Mit Blick auf den Brandschutz und die Forderungen des Prüfstatikers wurde der Träger kurzfristig doch mit einem Brandschutzanstrich versehen. Die zusätzlichen Kosten in Höhe von 10 000 Euro würden aber weitgehend durch den Wegfall anderer Maßnahmen ausgeglichen.

„Die echten Mehrkosten liegen bei 2000 Euro“, so der Architekt. Auch im Bereich der Prallwand ergaben sich bei der Ausschreibung Mehrkosten aufgrund des Brandschutzes - hier sogar von 50 000 Euro. Und schließlich kostet auch die Abhängdecke 50 000 Euro mehr als vorgesehen.

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Bevor dies aber zu Diskussionen im Gemeinderat führen konnte, informierte Stottele auch über Kosteneinsparungen gegenüber der ursprünglichen Planung. Vor allem im Bereich der Haustechnik wird es deutlich preiswerter als geplant - und zwar um 125000 Euro.

Gebäude-Hülle günstiger

Da zudem die Gebäude-Hülle 27 500 Euro günstiger vergeben wurde, als im Kostenplan vorgesehen, machen sich die Mehrkosten bei den Zimmerer- und Holzbau-Arbeiten kaum bemerkbar. Unter dem Strich steht derzeit eine Gesamtsumme von 3,05 Millionen Euro - ein Minus von 50 000 Euro gegenüber der ursprünglichen Kostenplanung. Mehr als vier Fünftel der Gewerke sind inzwischen vergeben.

Denn in der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat zehn weitere Gewerke für gut 480 000 Euro vergeben. Nur zwei Angebote waren für die Streckmetalldecke abgegeben worden - mit sehr unterschiedlichen Summen. Vergeben werden konnte der Auftrag für 105 500 Euro.

Der zweite Anbieter lag bei 247 000 Euro. „Das hätte uns hart getroffen“, stellte Bürgermeister Matthias Bentz fest. „Bauchweh“ signalisierte sein Stellvertreter Helmut Forster bei der Vergabe der Estricharbeiten an einen Anbieter aus dem Raum Frankfurt aufgrund der großen Entfernung. Aber: „Es gibt keine Ausschlussgründe, wir müssen das wirtschaftlichste Angebot akzeptieren“, so Bentz.

Entschieden hat sich der Gemeinderat auch für ein Schließsystem. Zum Einsatz kommt eine Kombination aus herkömmlichen Schlüsseln und einem Chip-System. Dies sei mit Blick auf die 77 Nutzer sinnvoll, argumentierte der Bürgermeister.

Verliere jemand einen Schlüssel, müsse das ganze System getauscht werden. Nun reicht die Sperrung des Chips. Einstimmig akzeptierte der Gemeinderat die Mehrkosten von rund 6000 Euro gegenüber der ursprünglichen Planung.

Zu vergeben hat der Gemeinderat im neuen Jahr noch die Tischlerarbeiten, die Aufträge für die Rolläden sowie die Sportgeräte und die Einrichtung der Sporthalle. Zudem sind für die Sanierung des Altbaus 235 000 Euro vorgesehen. Das setzt weitere Eigenleistungen durch die Opfenbacher Vereine voraus.


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Artikelinfos
AutorOlaf Winkler
QuelleDer Westallguer
Veröffentlichung21.12.2012
Aktualisierung16.04.2013 09:30
Ort Opfenbach
Schlagwörtergemeinderat, kultur, sport, zentrum
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