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04.05.2012 · Weiler

14 Schulen im Landkreis Lindau machen bei Wettbewerb „Unsere Schulen blühen auf“ mit – Maierhöfen macht den Anfang

Rechen, hacken und Blumen säen

Umwelt · Noch ist die Fläche vor der Grundschule in Maierhöfen nicht sehr ansehnlich. Die Erde ist braun und staubig, ein paar große Steine liegen verstreut darauf. Doch das soll sich nun ändern. Die Mädchen und Buben der Natur- und Umwelt-AG der Grundschule sind gemeinsam mit Lehrerin Lieselotte Häge fleißig am Werkeln. Mit großen Rechen glätten die Schüler die Flächen rund um eine kleine Kastanie und mit einer Hacke ziehen sie eine Spur für einen Weg durch die braune Erde. Denn bald sollen hier zahlreiche bunte Blumen erblühen.

Rechen, hacken und Blumen säen
Rechen, hacken und Blumen säenBild: matthias becker

Anlass für die naturbegeisterten Kinder und Jugendlichen ist auch der landkreisweite Wettbewerb „Unsere Schulen blühen auf“. Unterstützt werden die jungen Gärtner hier von Kreisfachberater für Gartenbau, Bernd Brunner. Er hat den Wettbewerb initiiert und gemeinsam mit den interessierten Schulen nach passenden Flächen und Blumen gesucht. „Manche wollen einjährige Pflanzen, andere mehrjährige“, erklärt der Fachmann. Je nach Flächen hat Brunner so die passenden Blumen ausgewählt. „Es ist toll, mit welcher Begeisterung die Lehrer und Schüler dabei sind“, freut er sich. Mit einer solchen Resonanz hätte er gar nicht gerechnet.

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„Manche Schulen wollen sogar dauerhaft einen Schulgarten anlegen“, berichtet Brunner, dessen Intention es war, den Mädchen und Buben ein Gespür für die Natur zu vermitteln.

Sind der Boden gerecht und die großen Steine entfernt, werden die Blumensamen ausgesät. Ein kleines Tütchen Blumensamen reicht hierfür aus, weiß Brunner. „Damit man es besser auf der Fläche verteilen kann, strecken wir es mit Sojaschrot“, erklärt der Fachmann.

Welche Schule die schönste Blumenwiese hat, das entscheidet eine Jury Ende Juli. Für die Sieger gibt es 300 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten 200 beziehungsweise 100 Euro. Finanziert wird der Betrag aus der Kreiskasse. Das haben die Kreisräte vor Monaten einstimmig beschlossen. Bewertet werden die gestalterische und gartenbauliche Aspekte, jedoch auch die Zusammenarbeit in der Gruppe und Dokumentation der Schüler.

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Ein Stückchen entfernt auf der Wiese neben dem Pausenhof rühren Pia und Tina derweil Farben an. „Es macht einfach Spaß“, sind sich die beiden Zehnjährigen einig, warum sie in der Natur- und Umwelt-AG dabei sind. Sie freuen sich schon auf eine schöne bunte Blumenwiese.

Eine Gruppe von Mädchen bemalt eine Spinnenblume. Auch sie soll in der Blumenwiese aufgestellt werden. Die Blätter der Blume bieten Platz für Spinnen um dort ihre Netze aufzuspannen, erklärt Lehrerin und Umweltbeauftragte Häge. Seit sechs Jahren gibt es in Maierhöfen die Natur- und Umwelt-AG. „Wir sind viel im Wald und machen was für die Tiere“, erzählt der siebenjährige Marco. Neulich haben sie beispielsweise Vogelhäuschen gebastelt oder einen Unterschlupf für Igel. Und auch auf der Blumenwiese können die Schüler bald Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten beobachten.

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Mit Schaufel, Rechen und Hacke haben die Kinder der Natur- und Umwelt-AG der Grundschule Maierhöfen die Fläche für ihre Blumenwiese bearbeitet, damit dort bald viele bunte Blumen blühen. Die Schule macht mit beim landkreisweiten Wettbewerb „Unsere Schulen blühen auf“. Foto: Matthias Becker

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Artikelinfos
Autoranna feßler
Veröffentlichung04.05.2012
Aktualisierung24.10.2013 16:59
Ort Weiler
Schlagwörterlandkreis, wettbewerb, umwelt, blum, schule
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