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17.08.2011 · Lindenberg

123 Beratungen seit Eröffnung bei B(eratungs)-Punkt Bildung Beruf in Lindenberg

123 Beratungen seit Eröffnung der neuen Anlaufstelle vor einem halben Jahr - Gymnasiasten haben den größten Bedarf

Bildung · «Den größten Bedarf haben die Schüler der Oberstufe des Gymnasiums», sagt Gisela Rinné vom Landratsamt Lindau. Sie leitet seit einem halben Jahr den B(eratungs)-Punkt Bildung Beruf in Lindenberg in der Bahnhofstraße und in Lindau. Derzeit hat die Anlaufstelle Sommerpause.

Studenten
Insgesamt wurden 123 Beratungen von den «Lotsen durch den Bildungsdschungel», wie sich die Beraterinnen Rinné und Angelika Rudolph-Day selbst nennen, gegeben, davon 54 in Lindenberg. Dreiviertel der Ratsuchenden sind Frauen.

Am Gymnasium findet kein berufsorientierter Unterricht statt, daher der Bedarf. «Ich hoffe, wir konnten damit viele Studienabbrüche verhindern», sagt Rinné. Die ehemalige Gymnasiallehrerin ist überzeugt, etlichen geholfen zu haben. Das Internet sei voller neuer Studiengänge, da sei es noch schwerer sich zu entscheiden.

Die Beraterinnen weisen auch auf alternative Lernformen hin. «Da kam es oft zu einem Aha-Effekt», so Day.

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Die zweite Gruppe der Ratsuchenden betreffe Menschen, die sich um- oder neu orientieren, oder wieder in den Beruf einsteigen wollen. Eine Krankenschwester wollte wieder beginnen; jedoch nicht auf der Intensivstation, wo sie einst tätig war, weil sie nicht mehr unregelmäßig arbeiten konnte. «Sie hat einen Patienten gefunden, den sie zu Hause betreuen kann», freut sich Angelika Day über den Erfolg. «Wir finden Nischen, an die die Ratsuchenden nicht denken».

Sehr wenig in Anspruch genommen werde die kostenlose Kurzberatung. «Vielleicht liegen wir auch nicht zentral genug», vermutet Angelika Day. Auch an den Vormittagen war «extrem wenig los».

Deswegen werden die Öffnungszeiten ab 14. September, wenn der B-Punkt wieder öffnet, um einen Tag gekürzt. Der Dienstag entfällt. Dafür sind am Mittwoch und Donnerstag von 13 bis 18 Uhr gleichzeitig zwei Beraterinnen vor Ort. Rinné überlegt zudem, ob man die Beratungen auch in den Nachbargemeinden anbietet.

Der B-Punkt wird vermutlich bis 2014 vom Bundesbildungsministerium gefördert. Danach müssen ihn Kreis und Gemeinden finanzieren.

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Autorado
Veröffentlichung17.08.2011
Aktualisierung18.07.2013 12:13
Ort Lindenberg
Schlagwörterberatung, beruf
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