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19.03.2012 · Lindenberg

1. Westallgäuer Songwriter-Wettbewerb in Lindenberg

Heimatgefühle in Noten verpackt - Musiker machen ihre Vorstellung von Zuhause hörbar – Sieger kommen aus Memmingen

Musik · Bei einem derart tiefgründigen Thema mussten die Künstler schon in sich hineinhorchen. „Heimat suchen!“ – so hieß die Aufgabenstellung, die Gymnasiallehrer und Hauptinitiator Philipp Unsinn für die Teilnehmer des 1. Westallgäuer Songwriter-Wettbewerbs ausgesucht hatte. Als Sieger des vom Gymnasiums-Förderverein ausgeschriebenen Wettstreits wurde in der Schulaula vor 150 Zuhörern die Memminger Band „Come Arounds“ gekürt.

Heimatgefühle in Noten verpackt
Heimatgefühle in Noten verpacktBild: manfred sendlinger

Deren Liebes-Ballade „Sunshine“ überzeugte die Jury unter anderem mit einem starken Gitarrensolo. Auf Platz 2 landeten die Lindenberger Oberstufen-Gymnasiasten Damian Zeh, Mario Semmler und Jonas Fischer, deren Titel „Loslaufen“ eine gelungene Mixtur aus Hip Hop und Johann-Sebastian-Bach-Arrangements war. Platz 3 teilten sich die zehnjährige Lindenberger Gymnasiastin aus der Klasse 5a Isabell Fernandez Mayor mit „Ich liebe diese Welt“ und der aus Kißlegg kommende „Mr. Fabulous“, alias Fabian Mroz mit seiner Gitarrenballade „Vom Glück“.

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Songwriter Florian Köhler, Bassist Toni Huber, Gitarrist Leon Binder und Schlagzeuger Simon Wenzler sprachen mit ihrem Siegertitel nicht unbedingt die geographischen Aspekte des Begriffs Heimat an: „Wir haben uns mehr auf die innere Begrifflichkeit konzentriert. Auch die Liebe zu einem Menschen kann einem das Gefühl geben, da zu Hause zu sein, wo man eben gerade mit diesem anderen Menschen ist“, so Florian Köhler.

Der zweitplatzierte Titel „Loslassen“ stammt aus der Feder von Mario Semmler: „Heimat ist nicht ausschließlich weltlich zu betrachten. Sie ist nicht greifbar und statisch sondern muss immer wieder aufs Neue gesucht werden.

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“ Isabell Fernandez Mayor als Drittplatzierte hat sich mächtig ins Zeug gelegt und zusammen mit Gitarrenlehrer Martin Halmich und Erzieherin Anja Czippal das aussagekräftige Lied „Ich liebe diese Welt“ über den verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten eingereicht. „Wir sollten alle lernen, die Welt so zu lieben, wie sie ist“, so die jüngste Teilnehmerin. Der zweite Drittplatzierte, Fabian Mroz aus Kißlegg, packte in sein Stück „Vom Glück“ ebenfalls ein eher abstraktes Heimatgefühl: „Das ist für mich eine Lebenseinstellung.“

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Als passenden Rahmen für die Preisverleihung wählten die Initiatoren ein Konzert von Werner Specht und seiner Gruppe . Der Liedermacher und Maler hatte die Schirmherrschaft inne. Specht selbst hat das Thema Heimat in Hunderten Titeln verarbeitet. Zusammen mit Heiner Merk und Peter Zürn beleuchtete er den Begriff Heimat teils schwermütig und melancholisch, teils aber auch mit Pep und Witz. In seinen kleinen Geschichten mitten aus dem Leben sind tiefgründige Weisheiten meist humorvoll verpackt und kommen manchmal rockig oder mit einer Prise Blues und Jazz daher.

Für die Nachwuchskünstler hatte Specht noch einen Tipp parat: „Uifach nagucka im Leaba, dann entsteht scho? was.“ (sen)

 

 

Sieger des 1. Westallgäuer Songwriterwettbewerbs wurde die Gruppe „Come Arounds“ aus Memmingen mit (von links) Toni Huber, Florian Köhler, Simon Wenzler und Leon Binder. Das rechte Foto zeigt die Zweitplatzierten Jonas Fischer, Damian Zeh, Mario Semmler (von links) vom Gymnasium Lindenberg. Fotos: Manfred Sendlinger

 

Die jüngste Teilnehmerin „Bella“ Isabell Fernandez Mayor aus Lindenberg erhielt einen der beiden dritten Plätze. Die Zehnjährige wurde von Martin Halmich auf der Gitarre begleitet.

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Artikelinfos
Autorsen
Veröffentlichung19.03.2012
Aktualisierung27.09.2013 14:24
Ort Lindenberg
Schlagwörtermusiker, sieger, wettbewerb
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