Auf dem Gelände der Firma Genuin Lehmbaukunst in Leiterberg lagert Guenter Rauch die Materialien für seine geplanten Pfortenprojekte. Nachbar und Biobauer Franz Josef Kögel hatte das «Porta Alpinae»-Projekt derart begeistert, dass er sich auf seinem Grundstück eine eigene Pforte wünschte. «Trotz der geringen Höhe verfügt der Hügel bei Leiterberg über eine geniale Aussichtslage», schwärmt Guenter Rauch. Insgesamt wurden bislang 16 Pforten in den Allgäuer Bergen, im Tannheimer Tal, im Lechtal, aber auch im Zillertal und im Südtiroler Vinschgau installiert. Zwei waren im vergangenen Jahr in Kempten nur temporär aufgebaut worden (vor der Residenz und auf dem Theaterplatz).
Vier weitere «Portas» will der Kemptener 2011 errichten, darunter auch eine in Kemptens italienischer Partnerstadt Trient. «Ich werde die Porta während des Feste Vigiliane, dem großen Trientiner Stadtfest im Juni, installieren», erklärt Rauch. Darüber hinaus will er in diesem Sommer sein Kunstprojekt «Sieben Tage, sieben Sünden» in der Nähe von Kempten realisieren.
«Für das Porta-Alpinae-Projekt habe ich viele Zuschriften und begeisterte Zustimmung von Besuchern erhalten», erzählt Rauch. Sich eine neue, eigene Welt zu erschließen, das ist ganz offensichtlich ein Wunsch vieler Menschen.» Die Pforte gebe diesem Wunsch ein Zeichen, sei dafür ein Symbol. Wichtig ist dem Künstler, dass seine Projekte umweltverträglich sind. So würden auch bei der Installation in den Bergen weder Hubschrauberflüge noch Betonsockel verwendet werden. Rauch: «Die Portas bestehen aus vergänglichen Holzbalken, die ihren Dienst schon getan haben und so einer neuen Aufgabe zugeführt werden.» (az/mdu)
Wer durch die etwa 2,50 Meter hohe «Porta Alpinae» in Leiterberg blickt, kann auch den Grünten in einem anderen Licht sehen ... Foto: Rauch
Guenter Rauch