Gläserklingen, Stampfen und Klatschen, Singen: Der Spaß am Musizieren war den Orchestermitgliedern anzusehen. Einen originellen Schluss des Konzerts wählte Leiter Robert Fink mit Daniel Bukvichs Werk „Dinosaurs“.
Höchst geerdet ließen die Musiker sechs Dinosaurier aufeinandertreffen. Geheimnisvoll dank Triangel und Zimbel, bedrohlich und gewaltig mit der Pauke, schnell und entschlossen peitschte das Drumset voran. Und inmitten der epochalen Geräuschkulisse das singende Murmeln des Orchesters – witzig, spritzig und gekonnt umgesetzt.
Mit einem weiteren Höhepunkt „Ferne Weite“ des deutschen Komponisten Rolf Rudin, der sich an der Erde orientierte, atmosphärisch jedoch in höhere Gefilde strebte, beeindruckte das junge Orchester sein zahlreiches Publikum. Fantasieanregende Klänge, weite Horizonte und endlose Landschaftsbilder, das klare Saxofon dagegen begrenzte Weite auf detailgetreue Nähe.
Mit den Trompeten und dem tiefen Blech brach die Sonne durch einen mit Wolken bedeckten Himmel. Dem Himmel näher als der Erde präsentierte sich „Heaven’s Light“ von Steven Reineke, in dem die Querflöte solistisch ein Gefühl von Trauer, gepaart mit Hoffnung ausdrückte.
Dem Irdischen verhaftet dagegen war die Ritterrunde des legendären König Artus, der Hof hielt in Camelot und „mit Pauken und Trompeten“ einzog. Beschwingt und heiter begonnen mit Gustav Holsts „Jupiter, der Bringer der Fröhlichkeit“, nachdenklich-melancholisch ergänzt durch „Suite for Band“ von Alan Hovhannes, spann das Konzert einen Bogen durch alle Sphären und war so recht geeignet, Jugendliche und ihre Zuhörer für Blasmusik zu begeistern.
Das Gute siegt
Zumal mit der Zugabe „Star Wars“, die mit dem Schwert kämpfenden Jedi-Ritter der Zukunft sich den mittelalterlichen Artusrittern gleichgesinnt zeigten: Das Gute siegt über das Böse.