
Nun hat der Verein, der Träger des Kartausenmuseums ist, dank großzügiger Spenden 850 der kostbaren Werke digitalisieren lassen.
Heimatdienstvorsitzender Hans Haugg stellte die Arbeit einem kleinen Kreis geladener Gäste vor, darunter auch Landrat Hans-Joachim Weirather, der als Aufsichtsrat der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim eine erste große Spende von der Sparkassenstiftung vermittel hatte, die das Projekt dann in Gang brachte.
2500 Euro steuerte die Sparkassenstiftung bei, auch der Bezirk Schwaben und weitere Sponsoren ließen sich von der Idee überzeugen, insgesamt 8500 Euro kamen schließlich für die digitale Katalogisierung eines Teiles der Bücher zusammen. Nun hofft der Heimatdienst auf weitere Geldgeber für das Projekt.
Dr. Johannes Hoyer, stellvertretender Vorsitzender des Heimatdienstes und wissenschaftlicher Betreuer der Bibliothek, stellte in einem Lichtbildvortrag den Aufwand vor, der hinter dieser Digitalisierung und anschließenden Katalogisierung steckt.

Er hat sie zusammen mit Stefanie Bilmayer-Frank von der Universität Augsburg vorgenommen. Es wurden jeweils der Buchrücken, das Titelblatt und die erste Textseite erfasst und die Daten dann in eine spezielle Suchmaske eingegeben.
Inzwischen sind etwa 100 Titel eingepflegt worden. Hoyer erklärte auch, mit welcher Sorgfalt diese Bücher einst gedruckt wurden, zum Teil schon im Zweifarbendruck.
Für Wissenschaftler und Bürger
Ziel ist, die Kartausenbibliothek für die wissenschaftliche Nutzung zugänglich zu machen, aber auch einer breiten Öffentlichkeit online zur Verfügung zu stellen. Nun können Interessierte unter www.kartause-buxheim.de weltweit über eine Stichwortsuche Einblick in den Bestand der Buxheimer Kartausenbibliothek nehmen.