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e Aromen wirkten: Der Auftritt vor großem Publikum im Sportzentrum wurde zum Erfolg – und die Künstlerin war dankbar, mit Duftessenzen von ihrer Anspannung befreit worden zu sein.
Über diese und andere Anekdoten schmunzelten die Kulturkreismitglieder bei der Vorstellung des neuen Haldenwanger Kulturkalenders, der jetzt im 15. Jahr mit einem abwechslungsreichen Programm erschienen ist.
Das Jubiläum soll am 16. Juni mit einem Festabend im Sportzentum gefeiert werden. Zugesagt haben bereits die „Granadas“, der „Glufemichel“, das „Enzian-Trio“, das Frauenkabarett „2erlei“ sowie Stefan Prestel und die örtlichen Alphornbläser.
Von traditionellen Veranstaltungen abgesehen glich die Gemeinde vor 1997 kulturell eher einer Wüstenlandschaft. Das missfiel Christine Rietzler. Mit ihrem Vorschlag, die Bürger mit attraktiven Events hinterm Ofen hervorzulocken, rannte sie beim Gemeinderat offene Türen ein.
Auch an ehrenamtlicher Unterstützung und am Sponsoring durch örtliche Unternehmen mangelte es von Anfang an nicht. Nach einem öffentlichen Aufruf fanden sich spontan zwölf Frauen und Männer zusammen, die den Kulturkreis aus der Taufe hoben.
„Es macht Spaß“
Heute zählt die gesellige Runde 20 kreative Köpfe mit acht Gründungsmitgliedern – für Rietzler „ein Zeichen, dass es Spaß macht.“ Sie liefern Ideen für Bühnenengagements und stellen Kontakte zu Künstlern her. Mit Häppchen, Rosen und Duftlampe sorgen sie auch für deren Wohlergehen. Zur Belohnung gönnen sich die Kulturkreismitglieder einmal im Jahr eine anspruchsvolle Theaterfahrt.
Was hat sich mit 15 Jahren Kulturprogramm im Dorfleben verändert? „Wir haben es auf jeden Fall bunter gemacht“, ist Rietzler überzeugt. Denn eines hätten Künstler wie die „Mehlprimeln“ (die schon im ersten Jahr auftraten und 2012 wieder dabei sind), der Broadway-Joe oder Maxi Schafroth gemeinsam: „Sie führen die Menschen zusammen.“
Man begegne dabei dem Nachbarn, der sich sonst im Dorf rarmacht, treffe alte Bekannte oder komme mit einem Künstler ins Gespräch, den man schon immer mal kennenlernen wollte.
Apropos Künstler: Dem Kulturkreis geht es nicht darum, Berühmtheiten aufs Programm zu setzen. Vielmehr wolle man auch weniger bekannten Kunstschaffenden aus der Region eine Plattform bieten.
Kunst und Kultur seien „etwas zutiefst Menschliches“, ergänzt Rathauschef Anton Klotz, der selbst begeistertes Kulturkreismitglied ist. „Kunst spricht alle Sinne an und fördert die Psyche und die Seele.“ Das wiederum begünstige die Harmonie im Dorf und in der Gesellschaft – und nichts anderes wolle man mit dem Haldenwanger Kulturprogramm letztlich bewirken.