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02.01.2013 · Kaufbeuren

ESV Kaufbeuren: Trainer Latta klagt nach Niederlage über geschlossenes Stadion

„Brauchen endlich wieder Heimat“

Eishockey · Wenn man Kaufbeurens Coach Ken Latta nach seinen Wünschen für das neue Jahr befragt, dann reduzieren die sich auf eine Angelegenheit: „Wir brauchen endlich wieder eine Heimat.“ Das „Drama“ um das geschlossene Eisstadion am Berliner Platz mache der kompletten Crew der Buron Joker schwer zu schaffen.

ESVK ken bande
ESVK ken bandeBild: Harald Langer (Harald Langer)
„Seit das Stadiontheater läuft, verlieren wir die engen Spiele“, klagte der ESV-Trainer nach dem 1:2 in Weißwasser, und erklärte, in welchem Spannungsfeld sich die Allgäuer derzeit bewegen: „Ich bin immer Optimist und glaube nach wie vor daran, dass wir die Qualifikation für die Play-offs schaffen.

Nur sind unsere Möglichkeiten total eingeschränkt. Wir leben immer in fremden Kabinen, die Spieler fahren mit ihren Privatautos zu den Heimspielen in den fremden Stadien. So beeindruckend wie die Solidarität mit unserem Club auch ist, auf Dauer kann das nicht gut gehen.“'

Und wie sehr der Teufel im Detail steckt, schilderte Latta an einem simplen Beispiel: „Zu Hause habe ich in der Drittelpause immer sofort das Video vom letzten Spielabschnitt zur Verfügung gehabt, um es auszuwerten und die Mannschaft neu oder besser einzustellen. Auch das gibt es nun nicht mehr.“

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Bestens vorbereitet

Dabei hatte der „Ober-Joker“ sein Team auf das Match in der Lausitz bestens vorbereitet. Die Kaufbeurer standen defensiv bombensicher und gestatteten den Weißwasseranern so gut wie nie einen geordneten Spielaufbau. So dauerte es bis zur 13. Spielminute, ehe die Füchse überhaupt zu einer Torchance kamen.

Und was danach doch auf das ESVK-Gehäuse rutschte, fischte der wieder ganz starke Goalie Stefan Vajs weg. „Er ist der beste deutsche Torhüter in der Zweiten Liga und hat das Zeug, sich auch in der DEL zu etablieren“, zollte Ken Latta seinem Schlussmann ein Sonderlob.

Siegtor vier Minuten vor Schluss

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Den am Ende entscheidenden Unterschied in der letzten Partie des alten Jahres machten die „Special Teams“ aus. Während die Allgäuer keines ihrer Überzahlspiele nutzen konnten und es dabei gerade zu Beginn des Mittelabschnitts versäumten, die 1:0-Führung auszubauen, traf der Däne Christoffer Kjaergaard im letzten Powerplay der Ostsachsen reichlich vier Minuten vor der Schlusssirene zum Siegtor.

Verstärkung in Aussicht

„So zu verlieren, das ist schon ärgerlich. Aber ich bin auch stolz auf die Mannschaft, wie sie sich trotz unserer vielen Probleme und des kurzfristigen Ausfalls von Daniel Menge präsentierte“, bilanzierte Ken Latta die unnötige Niederlage - und stellte in Aussicht, dass es schon bald Verstärkungen für die dezimierten Reihen der Kaufbeurer geben soll: „Für Kevin Saurette wird ein Ersatz kommen.

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Und wir wollen auch noch einen deutschen Stürmer holen.“

Heute gegen Riessersee

Derweil gönnt der Spielplan den Allgäuern keinen besinnlichen Start ins Jahr 2013. Bereits heute Abend ab 20 Uhr tragen die Buron Joker ihr Heimspiel gegen den SC Riessersee aus – in Garmisch-Partenkirchen. „Es ist sehr schwer, die Mannschaft auf so ein Heimspiel in der Halle des Gegners richtig einzustellen. Aber Jammern bringt uns keine Punkte.

Wir werden natürlich versuchen, den Bock endlich umzustoßen“, blickte Coach Latta nach zuletzt sieben Niederlagen in Serie voraus. Vielleicht ist es dabei ja ein gutes Omen, dass der letzte Sieg gerade beim SC Riessersee gelang, mit 6:5 am 7. Dezember 2012.

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Artikelinfos
AutorSebastian Matthieu
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung02.01.2013
Aktualisierung30.10.2013 22:47
Ort Kaufbeuren
Schlagwörtertrainer, stadion, eishockey, sport, niederlage
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