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17.05.2013 · Memmingen

FC Memmingen-Torwart Kirchenmaier hört auf

Erfahrung · Torhüter Tobias Kirchenmaier hat es passend erwischt. Seine Zeit beim FC Memmingen gehörte zu den erfolgreichsten Jahren der Vereinsgeschichte. „Die bisher erfolgreichsten“ ergänzt der Sunnyboy im AZ-Interview sofort, „da kann schon noch was kommen“. Dann aber ohne ihn.

Memminger Schlussmann Tobias Kirchenmaier
Bild: Olaf Schulze
Bei der Bayernliga-Meisterschaft 2010 war Kirchenmaier mit ersten Einsätzen noch die geduldige Nummer zwei hinter Karl Kögel, die nächsten drei Jahre die klare Nummer eins im Regionalliga-Kader. Nach dem letzten Regionalliga-Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen seinen früheren Club FV Illertissen und der Auswärtspartie eine Woche darauf in Ingolstadt ist für den 27-jährigen erst einmal Abpfiff. Zusammen mit den Spielern des so genannten „Goldenen 84iger-Jahrgangs“ Daniel Böck, Ejnar Kahric und Stefan Zobel wird er offiziell verabschiedet.

Berufliche Gründe stecken bei Kirchenmaier dahinter. Er arbeitet Teilzeit in einer Bank, hat sich zudem im Bereich IT-Support selbständig gemacht. Hier läuft es gut. So gut, dass für den Sport immer weniger Zeit bleibt. Den Entschluss, seine aktive Karriere zu beenden hat er beim Blick auf eine Strichliste gefasst: „Früher war ich immer der Trainingsfleißigste. Heute bin ich nicht mal in den Top 3“.

Wenn er was macht, dann richtig. Als er vor viereinhalb Jahren trotz noch nicht ausgeheilten Kreuzbandriss vom FC Memmingen „blind“ verpflichtet wurde, war er dankbar über die Chance, die er dann auch genutzt hat. „Die Meisterschaftsfeier mit 3.000 Fans auf dem Marktplatz. Die Regionalliga-Spiele in Darmstadt, Kassel und Mannheim“, sind Erinnerungen, die bleiben. Was noch? Die Bindung zu einem Verein, bei dem er sich sofort wohlgefühlt hat. Beim FCM sei es nicht wie woanders, „nicht so wie bei anderen Stadtvereinen, wo’s ums Geldbeutel aufhalten geht“.

Deshalb bleibt Kirchenmaier dem Fußballclub auch erhalten, er will was zurückgeben. Als „absoluter Notnagel“ steht er weiter aktiv zur Verfügung, lässt also seinen Spielerpass beim FCM. Künftig wird er zudem den Torhüter-Nachwuchs zweimal wöchentlich trainieren, dazu die Jugendspiele an den Wochenenden beobachten.

Was für ihn zeitlich machbarer ist, als Stammkeeper in der ersten Mannschaft zu sein. Überhaupt liegen ihm die Torhüter von morgen am Herzen. In vielen Vereinen gebe es für die Schlussleute gar kein eigenes Training. Deshalb hat Kirchenmaier auch schon ein Torwart-Trainingscamp veranstaltet.

Viel gelernt hat er in den vergangenen Jahren von Hans „Benno“ Bohnet, der seinen Job als Ausbilder der FCM-Torleute nach vielen Jahren abgibt. Ein Amt, das den 66-jährigen selbst fit gehalten hat. Neben Kirchenmaier sind durch Bohnets Schule auch noch einige andere gegangen, die auch bei den höherklassigen Allgäuer Vereinen zwischen den Pfosten stehen und standen. Mit Martin Gruber kehrt einer davon vom TSV Kottern nach Memmingen zurück. Er wird sich in der Sommer-Vorbereitung zusammen mit Philipp Beigl und Marco Ihler einen Dreikampf liefern, wer die neue Nummer eins beim FCM wird.


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Artikelinfos
Autorass
QuelleFC Memmingen / PM
Veröffentlichung17.05.2013
Ort Memmingen
Schlagwörterfc memmingen, torhüter, rücktritt
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