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29.12.2012 · Simmerberg

Premiere von „Saison in Salzburg“ im Theater Simmerberg

Wenn der Toni mit der Vroni....

Premiere · Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk erhielten die Theaterbesucher in Simmerberg am zweiten Feiertag. Die Premiere des Singspiels „Saison in Salzburg“ bot musikalische Leckerbissen, lustige Unterhaltung und während der Pause leibliche Stärkung durch Mitglieder des Theatervereins.

"Salzburger Nockerl", Singspiel der Theatergruppe Simmerberg
"Salzburger Nockerl", Singspiel der Theatergruppe SimmerbergBild: Stefan Schwertfirm
Die eindrucksvolle Bühnenkulisse der Salzburger Bergwelt machte es den Zuschauern leicht, sich in die Geschichte des Stücks hineinzuversetzen. Während eine Touristengruppe möglichst viel der wildromantischen Landschaft mit allen Sinnen erleben möchte, spielen sich menschliche (Liebes-) Schicksale mit allen erdenklichen Verwicklungen und Verwirrungen ab.

Da ist zum einen die temperamentvolle Reifenfabrikantentochter Erika (Roswitha Sinz), die es sich in den Kopf gesetzt hat, den Rennfahrer Frank Rex (Bernhard Boch) zu ehelichen. Dessen Chefmonteur Friedrich Knopp (Klaus Göttlicher spielt diese Rolle brillant mit unverwechselbarem Berliner Dialekt) hat den Auftrag, eine Begegnung zu verhindern.

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Währenddessen bemüht sich der „Enzian-Wirt“ Toni Haberl (Thomas Hartmann) um die Ersteigerung des Gasthofs „Zum Salzburger Nockerl“ und verspricht dafür der Kellnerin Vroni (Brigitte Schwärzler) die Ehe – natürlich mit der Zusage ihrerseits, die berühmten Salzburger Nockerl exklusiv für seine Gäste zuzubereiten.

Steffi (Heike Hauber), die Nichte des ehemaligen Wirtes vom „Salzburger Nockerl“, bewirbt sich um die Stelle als Reisebegleiterin der resoluten Tante Olga (Margit Trenkle) des Rennfahrers und gerät damit unter Beschuss der eifersüchtigen Erika und so in die Verwechslungskomödie des Rennfahrers, der sich natürlich prompt in sie verliebt. Heike Hauber als Steffi verzaubert mit ihrem sehr innig vorgetragenen Lied „Mein Herz war auf Reisen“.

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Auch das Duett mit dem angeblichen Oberkellner Franz „Warum auch nur bin ich in dich verliebt“ zeigt die musikalische Ausdrucksfähigkeit der beiden Akteure.

Beifall für Begleitmusik

Dieter Melzers musikalische Begleitung am Klavier und auch die Zwischenspiele während der Bühnenumbauten (unter anderem der exklusive Marmorsaal im Hotel „Mirabell“) erhalten verdienten Beifall. Für Szenenapplaus sorgt auch der kokett-humorvoll vorgetragene Musikbeitrag „Wenn der Toni mit der Vroni“, und es verwundert nicht, dass zum guten Schluss auch die beruflichen und privaten Verwicklungen zu einem glücklichen Ende finden.

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Mit original Salzburger Dialekt versucht Alexander Hagspiel als Portier vom Hotel Mirabell die Verwechslungsdramatik einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Eine facettenreiche Ausdruckskraft in Spiel und Gesang ist beim Parfümfabrikanten Max Liebling (Hans Peter Imgrund) zu erleben, der sich vom eher devoten Bewunderer Erikas zum resoluten Verlobten derselben entwickelt. Dass er zwischendurch zum „Fensterln“ geht, veranlasst das Simmerberger Publikum zu Lachsalven und Applaus und versetzt die Protagonisten in die gewünschte Eifersucht.

Evergreen zum Mitsingen

Es kommt, wie es kommen muss, am Ende einer äußerst vergnüglichen Theatervorstellung dreht sich alles nur noch um „Salzburger Nockerl“, denn auch das Publikum lässt sich bei diesem bekannten Evergreen zum Mitsingen animieren.

So fällt der Hinweis und die Bitte zum Weitersagen des stellvertretenden Vorsitzenden des Theaters Simmerberg, Michael Dornach, auf die Benefizveranstaltung am 10. Januar auf fruchtbaren Boden. Der Erlös dieses Abends wird als Spende zur Beschaffung eines Defibrilators verwendet.

Weitere Aufführungen: 29., 30. Dezember, 1., 2., 4., 5., 6., 10., 11. Januar um 20 Uhr, außerdem 30. Dezember und 6. Januar um 14 Uhr. Kartenvorverkauf bei Schreibwarengeschäft Kunz, Simmerberg, (0 83 87) 3237.

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Artikelinfos
AutorRita Schuhen
QuelleDer Westallguer
Veröffentlichung29.12.2012
Aktualisierung19.09.2013 12:31
Ort Simmerberg
Schlagwörterunterhaltung, premiere, verein
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