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31.12.2012 · Ebenhofen

Musikkapelle Ebenhofen spielt Weihnachtskonzert

Von „Gondwana“ bis „Vulcania“

Weihnachtskonzert · Beim Weihnachtskonzert der Musikkapelle Ebenhofen erwartete die Freunde konzertanter Blasmusik in der vollbesetzten Turnhalle ein fulminantes und selten gespieltes Programm, das die Klasse dieses Blasorchesters zum Ausdruck brachte.

Musikkapelle Ebenhofen
Bild: Michaela Waldmann
Dirigent Richard Neuhauser hatte einmal mehr anspruchsvolle, außergewöhnliche Literatur ausgewählt und sorgsam mit der 66-köpfigen Musikkapelle vorbereitet. Unter seiner versierten, leidenschaftlichen Stabführung wuchs das Orchester mit engagiertem Spiel, Dynamik und Präzision über sich hinaus und präsentierte einen unvergesslichen Konzertabend.

Tribut an den „King of Pop“

Das Weihnachtskonzert wurde vom Jugendorchester der Gemeinde Biessenhofen mit „Feliz Navidad“ von Jose Feiliciano eröffnet. Unter der Leitung von Andreas Vogt zollte das opulent besetzte Nachwuchsorchester anschließend mit „The King of Pop“ und „Heal the World“ einen Tribut an Michael Jackson, bevor der offizielle Teil mit „Böhmischer Traum“ von Norbert Gälle endete. Mit der bekannten „Vogelwiese“ als Zugabe erfüllten die Nachwuchsmusikanten einen Wunsch der Zuhörer.

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In pfiffigen Moderationen informierte Norbert Scheifele dann darüber, dass das Konzertprogramm der Kapelle Ebenhofen auf Wunsch der Gäste viele weihnachtliche Kompositionen enthielt. Mit der „Fanfare Prelude: Adeste Fidelis“ von Timothy Johnson nahm die Kapelle mit vollem, mächtigen Klang die Melodie aus „Kommet ihr Hirten“ auf und variierte sie.

Der absolute Höhepunkt des Abends folgte mit „At the Break of Gondwana“ aus der Feder von Benjamin Yeo aus Singapur. Dessen knapp neunminütiges Tongemälde skizziert die Fauna und Flora von Gondwana – dem Superkontinent aus Afrika, Arabien und Südamerika – vor dem Auseinanderdriften. Fremdartige Laute aus der Natur kündeten dabei ein spritziges Allegro mit viel Percussion und schnellen Taktartwechseln an.

Eine eindringliche, romantische Melodie beschrieb danach die Ruhe in der Natur, bevor am Ende des Werkes das Anfangsthema noch einmal in großer, monumentaler Instrumentierung zurückkehrte. Was für ein Werk, was für ein Vortrag!

Selbstverständliche Präzision

Mit dem christlichen Weihnachtslied „Carol of the Shepherds“ von Philip Sparke gingen die Musici in die Pause und eröffneten den zweiten Teil mit „Flashing Winds“ von Jan Van der Roost. Die Entstehung der steirischen Vulkanlandschaft hat Otto M. Schwarz in seiner typischen Handschrift zu „Terra Vulcania“ verarbeitet.

Auch diese Komposition stellte imposant die besonderen Stärken der Musikkapelle Ebenhofen heraus, die mit ausgeglichener Tonkultur, differenzierter Dynamik und nahezu selbstverständlicher Präzision überzeugte.

„Who wants to live forever“ von Brian May, die bekannte Filmmelodie aus „Braveheart“, machte nachdenklich, bevor die Ebenhofener mit „Sleigh Ride“ von Leroy Anderson zu einer rhythmisch und klanglich wundervollen Schlittenfahrt einluden. Mit den Zugaben „Mars der Medici“ unter der Stabführung von Ehrendirigent Alfred Waldmann und der brillanten Polka „Skoda Lasky“, im Ursprung bekannt als „Rosamunde“, endete der sehr schöne Konzertabend.


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Artikelinfos
AutorMichaela Waldmann
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung31.12.2012
Aktualisierung16.04.2013 12:45
Ort Ebenhofen
Schlagwörterweihnachtskonzert, musik, kapelle
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