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02.01.2013 · Kaufbeuren

Märchenstück von Franz Karl Ginzkey bezaubern das Publikum in Kaufbeuren

Mitten ins Herz

Theater · „Was wir heut Abend Euch bieten dar, ein Märchen ist’s und ist doch wahr. Halb geht’s in Scherzen, halb in Schmerzen und handelt von einem Menschenherzen“. Genau die richtige Zeit hatte sich die Theatergruppe der „Moskitoldies“ ausgesucht, um „Das verlorene Herz“ von Franz Karl Ginzkey (frei nach dem norwegischen Spiel von Barbra Ring) aufzuführen.

Verlorene Herz
Bild: Harald Langer (Harald Langer)
Die Zeit zwischen den Jahren - häufig eine Zeit der Rückbesinnung auf Vergangenes, wenn sich das Jahr dem Ende neigt. Eine magische Zeit, die Zeit der Rauhnächte. Besonders geeignet, sich ein Herz zu fassen, um sich Märchenhaftem zu öffnen.

„Es war einmal“, so beginnt auch diese Geschichte um einen jungen und schönen König (Paul Kaufmann), der alles besitzt, außer ein Herz. Schon früh hat er von seinen Beratern gelernt – wer alleiniger Herrscher sein will, dem ist ein Herz nur im Wege! So tobt, agiert und regiert er vor sich hin.

Für seine Bosheit ist er weit über die Grenzen bekannt, bis er im Hofgarten auf das Waisenmädchen Schön Sigrid (Linda Budell) trifft, das ihn auf merkwürdige Art bewegt. Sie ist bereit, sich auf eine lange und gefährliche Reise zu machen, um dem König ein Herz zu bringen, das ihm die verlorene Menschlichkeit wiedergibt.

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Doch gibt es Konkurrenz: Auch die intrigante und machtgierige Prinzessin von Diamantina (Sarah Scherrer) will dem König ein wertvolles Herz als Geschenk machen, um Königin zu werden. Beide finden in der Herzenswerkstatt, wonach sie gesucht haben, doch wer erreicht als Erster sein Ziel?

Während die Prinzessin, von Hofschranzen (Cordelia Tietz, Johanna Meichelböck) unterstützt, viele Hindernisse überwinden kann, wird Schön Sigrid Opfer eines Herzensdiebs (Christoph Nebas), der sie im Wald an einen Baum fesselt. Als ihr darüber hinaus auch noch das Herz für den König gestohlen wird, scheint alles verloren.

Dass es trotz aller Widrigkeiten dennoch ein gutes Ende für den König und Schön Sigrid findet, dafür sorgen in diesem Märchen magische Geschöpfe und die hilfreiche Unterstützung von Hans, dem Gärtner (Benjamin Sandler) und guter Menschen.

Unter der Regie von Katrin Nebas bezauberten die mehr als 30 Darsteller bei der Premiere Groß und Klein. Über die nächtliche Bühne flirrende Glühwürmchen, magische Hände, eine Winterlandschaft und viele ideenreiche Effekte brachten die Zuschauer immer wieder zum Staunen.

Aufwendige Kostüme, ein phantasievolles Bühnenbild und die wunderschöne Musik von Christoph Müller am Klavier taten ein Übriges, das Publikum in eine märchenhafte Welt zu entführen.

So konnte nach den 110 Minuten dieser zauberhaften Aufführung auch keiner der Zuschauer so herzlos sein, nicht voller Begeisterung zu applaudieren, um die Akteure mehrfach nochmals auf die Bühne des Stadttheaters zu holen.

Weitere Aufführungen: Mittwoch, 2., und Donnerstag, 3. Januar, jeweils um 19.30 Uhr sowie am Freitag, 4. Januar, um 15 Uhr im Stadttheater Kaufbeuren. Karten bei Lotto Toto Engels und unter www. moskitoldies.de

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Artikelinfos
AutorElisabeth Klein
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung02.01.2013
Aktualisierung17.04.2013 09:10
Ort Kaufbeuren
Schlagwörterherz, publikum, aufführung, veranstaltung
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