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03.01.2013 · Kempten

Hits aus „Blues Brothers“ in der Kemptener Kultbox

Legendär

Show · Manchmal landen Filmregisseure einen Sechser im Lotto. Zum Beispiel John Landis, als er 1980 der Öffentlichkeit eine Filmkomödie mit viel Musik präsentierte. Der Titel: The Blues Brothers. Der Erfolg: grandios. Landis gelang jenes Kunststück, aus dem Streifen einen Kultfilm zu machen, der auch heute noch die Massen elektrisiert und Künstler dazu veranlasst, eigene Inszenierungen auf die Beine zu stellen.

Blues Brothers
Bild: Hermann Ernst
14 junge Musiker aus Kempten, die unter anderem in den Gruppen PianistixX und Five Funny 7 mitspielen oder an der Sing-und Musikschule tätig sind, haben vor einiger Zeit die Köpfe zusammengesteckt, den Plan gefasst, eine Band nach dem Muster dieser legendären Truppe zusammenzustellen, und sie setzten ihre Idee vor allem in die Tat um.

Inzwischen gab es Auftritte beim Kemptener Stadtfest, beim Jazzfrühling und im Klecks am Hofgarten. Nun steigen die Blues Brothers aus dem Allgäu wieder auf die Bühne: am Freitag (20.30 Uhr) in der Kultbox in Kempten.

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Everybody Needs Somebody, Shake Your Tailfeather, Jailhouse Rock, Gimme Some Lovin, Soulman, Messin’ With The Kid, Sweet Home Chicago, Guilty: Die Musiktitel in diesem Landis-Film taugen für die Ewigkeit. Legendär, mitreißend, einzigartig.

Einzigartig sind auch jene Geschichten, die es rund um den Filmdreh von damals, vor über 33 Jahren, zu erzählen gibt. Zum Beispiel die, dass es bei zwei Musikern, die als Gäste auftraten, nicht gelang, deren Musik als Playback-Aufnahme einspielen zu lassen.

Der eine hieß James Brown, und das Problem bei ihm war, dass er es nicht fertig brachte, einen Song mehrmals hintereinander gleich zu intonieren. Weshalb man ihn letztlich live singen ließ zur Musik vom Band. Der andere war John Lee Hooker, der große Mann des Blues. Seine klare Ansage: „Entweder ich singe und spiele live oder gar nicht.

“ Bemerkenswerte Einstellung, gerade in diesen Zeiten, in denen immer lautere Stimmen behaupten, dass volkstümliche Musikanten wie Hansi Hinterseer oder andere bei vielen öffentlichen Auftritten nur die Lippen bewegen.

Eine andere Geschichte rund um die Blues Brothers: Das Regieteam musste eines Tages beim US-Luftfahrtamt anklopfen und um eine Sondergenehmigung bitten. Denn bei den Dreharbeiten gab es eine Szene, bei der ein Auto vom Himmel fällt.

Die Filmcrew musste zudem versichern, dass sie genau kalkulieren könne, wo der Wagen einschlägt. Immerhin wurde er zuvor von einem Hubschrauber in eine entsprechende Höhe gehoben.

Sechs Tage lang kein Alkohol und keine Drogen

Bizarr auch, dass sich Schauspieler John Belushi verpflichten musste, sechs Tage lang die Finger zu lassen von Alkohol und Drogen, da eine Szene anstand, in der er seine Sonnenbrille von der Nase nehmen musste. Der Wunsch des Regisseurs: Der Zuschauer sollte beim Blick in Belushis Augen nicht dessen Drogenabhängigkeit erkennen.

Ach ja, all diese Sorgen gibt es bei der Inszenierung in der Kemptener Kultbox übrigens nicht.

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Artikelinfos
AutorFreddy Schissler
QuelleAllgäuer Zeitung
Veröffentlichung03.01.2013
Aktualisierung16.04.2013 12:44
Ort Kempten
Schlagwörterregisseur, musiker, show, blues
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