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03.01.2013 · Buchloe

BSW-Männerchor singt Weihnachtslieder in Buchloe

Weihnachtslieder zum Zuhören, aber auch zum Mitsingen

Konzert · Für viele ist nach der Bescherung am Heiligen Abend die Spannung aus Weihnachten raus. Dass das nicht so sein muss und es sich lohnt, sich gut zwei Wochen lang bis (mindestens) zum Dreikönigsfest auf den ganzen (musikalischen) Zauber dieser Tage einzulassen und nicht allzu früh wieder in den Alltag einzutauchen, wollten der BSW-Männerchor, eine Bläserabordnung der Stadtkapelle, der Honsolgener Viergesang und die Buchloer Stubenmusik zum Ausdruck bringen.

BSW-Männerchor
BSW-Männerchor Bild: Lucia Buch
Und offenbar empfanden nicht wenige Buchloer genauso, als sie „zwischen den Jahren“ der Einladung äußerst zahlreich folgten und im Haus der Begegnung für prall gefüllte Stuhlreihen sorgten.

Laut Gesamtleiter Reinhold Geiger sollte es sich nicht um ein Konzert im herkömmlichen Sinne handeln. Das Publikum war bei gut der Hälfte des etwa 70-minütigen Programms ausdrücklich zum Mitsingen eingeladen. Eine Einladung, der es gerne Folge leistete.

Rund um die Krippe als Zentrum und Kern des Weihnachtsfestes hatten die Musiker ein reizvolles, zwischen sehr bekannten und weniger bekannten Weihnachtsliedern gut ausgelotetes Programm zusammengestellt. Den instrumentalen Einstieg übernahm die Bläsergruppe (Leitung: Hans-Peter Sirch), die sich klanglich gut ausgewogen, präzise und farbenreich präsentierte.

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Auch die Buchloer Stubenmusik unter Leitung von Ulrich Herkommer hatte interessante, abwechslungsreiche Sätze auf Lager. Beide Instrumentalensembles agierten durchaus schwungvoll und tänzerisch, betonten den durch und durch frohen, heiteren Charakter dieser Zeit des Tanzes um die Krippe.

„Singt von der Liebe ...“

Der BSW-Männerchor intonierte die beiden mottoartig an den Beginn gestellten Sätze „Ehre sei Gott“ beziehungsweise „Singt von der Liebe der heiligen Nacht“ schlicht, einfühlsam und unter die Haut gehend, mit viel Textorientiertheit und warmer, sonorer Tiefe, der gelegentlich etwas die hohen Farbtupfer fehlten. Ein „Ave Maria“ im Mittelteil gefiel durch seine konzentrierte Gestaltung der Bögen.

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Satztechnisch ausgefeilter und differenzierter, mit angemessenem barockem Glanz ging der Chor Händels „Tochter Zion“ an, deren Strophen quasi solistisch mit vierköpfigem Kammerchor gesungen wurden – klanglich in jedem Fall ein Gewinn.

Sensible dynamische Feinabstufungen kamen im „Andachtsjodler“ zum Tragen. Hermann Ritter begleitete alle Sänger im besten Sinne solide am Klavier und war überdies zusammen mit Reinhold Geiger sowie Matthäus und Johann Lang im „Viergesang“ als Sänger aktiv.

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Dieses Ensemble bereicherte das Programm obertonreich und hell die religiöse Bildsprache dieses Marienliedes ausgestaltend in „Es blühn drei Rosen“ und mit dem Satz „In einer kalten Winternacht“.

Das Mitsing-Programm fürs Publikum erstreckte sich von Gotteslob-Liedern wie „Zu Bethlehem geboren“ und „Nun freut euch, ihr Christen“ über Alpenländisches wie „Es wird scho glei dumpa“ bis zu „Klassikern“ wie „Süßer die Glocken nie klingen“, „O du fröhliche“ und „Stille Nacht“ und trugen so den Zauber der Heiligen Nacht glaubwürdig in die zweite Woche der weihnachtlichen Festzeit weiter.

Gedanklich passende Impulse setzten außerdem gesprochene Texte von Christa Spilling-Nöker. Der Reinerlös des Benefizkonzertes kommt dem „Haus Schatzinsel“ in Dillishausen zugute.

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Artikelinfos
Autorlb
QuelleBuchloer Zeitung
Veröffentlichung03.01.2013
Aktualisierung16.04.2013 12:45
Ort Buchloe
Schlagwörterhaus der begegnung, männerchor, weihnachtslieder
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