
Wer auf ihre Stelle nachfolgen wird und wann, ist laut Bürgermeister Ulrich Pfanner noch nicht klar. «Darüber werden wir im Gemeinderat sprechen und entscheiden», so der Rathauschef. Daher ist auch noch völlig offen, ob es eine hausinterne Lösung oder eine Ausschreibung geben wird.
Wirklich bedauern kann Pfanner den Weggang der Kurdirektorin nicht: «Die Berufung von Frau Gnad ist auch ein Renommee für unsere Gemeinde. Es ist immer super, wenn man sich weiterentwickeln kann», sagt er. Er wolle den Kontakt zu Gnad jedoch auf jeden Fall halten. «Vielleicht ergibt es sich dann mal, dass zum Beispiel ein Student nach Scheidegg kommt um eine Erhebung zu machen», sagt Pfanner.
Auch für Gnad bleibt die Marktgemeinde in Zukunft wichtig: «Wir werden immer verbunden bleiben», sagt sie und fügt hinzu: «Ich habe mich hier wohl gefühlt und werde Scheidegg vermissen.» Gnad kam als Kurdirektorin in die Marktgemeinde, nachdem sie drei Jahre lang in Oberstaufen in der Kurverwaltung als Direktionsassistentin gearbeitet hatte. Davor hatte sie an der FH in Kempten sowie an der Uni Kassel studiert.
Die Nominierung für den deutschen Tourismuspreis im vergangenen Jahr, sowie aktuell für den bayerischen Innovationspreis sieht Gnad als eine ihrer wichtigsten Themen und Projekte in den vergangen zwölf Jahren. «Auch die Weiterentwicklung der Gemeinde im Bereich Heilklimatischer Kurort, sowie alles rund um das Thema glutenfrei waren sehr wichtig», sagt Gnad.
Bis ein Ersatz für die Kurdirektorin gefunden ist, werden die anderen Kräfte bei Scheidegg Tourismus, ehemals Kurverwaltung, die Aufgaben übernehmen. «Wir haben uns zusammen gesetzt und geklärt, wer für was zuständig ist», sagt Pfanner.
Mit Gnad arbeiten drei Vollzeitkräfte, zwei Halbtageskräfte, sowie Angestellte auf Stundenbasis im Scheidegger Gästeamt. Etwa zwischen 450000 und 510000 Übernachtungen verzeichnet die Marktgemeinde im Jahr.