Die beiden Männer wollen nicht nur Kunstwerke präsentieren, sondern auch durch das Mitwirken der Bevölkerung und Besucher Kunstwerke entstehen zu lassen. Konkret werden beide Gemeinden durch einen grenzüberschreitenden, etwa sechs Kilometer langen Kunstweg - er soll nachts durch Leuchtballons illuminiert werden - , durch fünf Kunsträume («Land-Art») und durch Jörg Oswalds Videoinstallationen verbunden sein. Alte Scheunen oder Kuhställe werden dabei ebenso zum Kunstraum erklärt, wie ehemalige Grenzhäuschen oder verlassene Bauernhöfe.
Der Gemeinsinn wird dadurch gestärkt, dass junge Menschen mit Senioren, Einheimische mit Gästen und Einrichtungen mit Einzelpersonen dies- und jenseits der Landesgrenze zusammenarbeiten. Otto Zechs Vision lautet: «Es sollen sich nachhaltige Netzwerke entwickeln, die durch die Menschen vor Ort mittel- oder sogar langfristig weiterexistieren.
Deswegen werden Jörg Oswald und ich zwischendurch immer wieder hier vor Ort sein.»
Während Otto Zech die Einzelprojekte vor Ort unterstützt, bietet Medienkünstler Jörg Oswald die Teilnahme an verschiedenen Video-Workshops im Thaler Festsaal an. In seinem Projekt «see me» will Oswald den Menschen mit seiner ihm vertrauten Eigenwahrnehmung und der Fremdwahrnehmung konfrontieren. Als Hilfsmittel dienen ihm dabei Zweiwegspiegel, Trennwände und verborgene Kameras.
Das Projekt «Bindestrich -» erstreckt sich bis in den Frühling des kommenden Jahres. Vom 7. bis zum 9. Mai 2010 werden dann die Ergebnisse und Erfahrungen auf einer Festveranstaltung im Thaler Saal präsentiert. Hierzu plant Jörg Oswald eine Lichtbrücke zwischen Scheffau und Thal, als visualisierte Verbindung beider Gemeinden.