Der traditionelle Umritt zählt zu den schönsten in der Region und führt von Opfenbach auf einer rund vier Kilometer langen Strecke durch die blühende Landschaft nach Mywiler. Die Musikkapelle Opfenbach begleitete den Reiterzug.
Vorsitzender Erwin Jäger erinnerte an die Gründung der Reitergruppe und des Georgirittes, der am 26. April 1936 stattgefunden hatte. «Im gleichen Jahr folgte die Standartenweihe», gab Jäger bekannt.
Im Namen der Gemeinde gratulierte 2. Bürgermeister Helmut Forster. Wenn man in das Gründungsjahr 1936 zurückblicke, als der Nationalsozialismus in dieser Zeit alle Macht an sich riss und zu unterdrücken suchte, was nicht den Ideologien der Machthaber entsprach, sei es umso bemerkenswerter, dass sich Männer zusammengefunden hätten, um durch Umritte mit einem christlichen Bekenntnis nach außen den Segen für Vieh und Flur zu erbitten. «Diese Tradition hat sich die Reitergruppe zu eigen gemacht», unterstrich Forster und überreichte ein Geburtstagsgeschenk an den Verein.
Nach dem Gottesdienst, in dem Pfarrer Peter Malinka (Wangen) unterstrich, dass der Georgiritt ein Zeichen der Gemeinsamkeit mit Gott sei, nahm er die Segnung von Roß und Reiter vor. Am Ritt beteiligten sich die Reitergruppen aus Wohmbrechts, Steibis, Heimenkirch, Stiefenhofen, Röthenbach, Weiler, Scheidegg sowie die Festreitergruppe Opfenbach mit 24 Pferden.