Scharf sehen ist eine Sache für den Sportler. Er muss aber auch räumlich und kontrastreich sehen können. Das geschieht nicht primär über das Auge, sondern über die Verarbeitung im Gehirn. Mit speziellen Übungen, dem Sports-Vision-Training, kann das „sportliche Sehen“ verbessert werden, erklärt Josef Thiel. Vorteile bringt das in fast allen Sportarten, die mit Sehen zu tun haben. Das gilt für Skifahrer, die sehr schnell auf räumliche Veränderungen und Lichtverhältnisse reagieren müssen, Ballsportler, die die Entfernung zum Ball erfassen und ihn entsprechend platzieren müssen oder Skispringer, bei denen es auf Millimeter ankommt, um den optimalen Absprung zu erwischen.
Zahlreiche Spitzensportler nutzen die Erkenntnisse bereits. Martina Navratilova, Tennisstar der 80er-Jahre trainierte ihre Augen mit einem speziellen Programm. Das gleiche tut auch der Schweizer Skispringer Andreas Küttel, mit Erfolg. Und auch für die deutschen Spitzenschiedsrichter ist ein spezielles Sehtraining ein Thema, wie Bernhard Gutowski, Ausbilder beim deutschen Fußball-Bund und Moderator des Symposiums, bestätigt.
An dem Symposium beteiligt sind neben Josef Thiel mehrere Partner aus der Region. „Wir wollen zeigen, welche Kompetenz hier vor Ort zu finden ist“, erklärt Thiel den Ansatz. Mit dabei sind der Laufschuhberater Daniel Haisermann, der eine „multimediale Laufschuhanalyse“ anbietet, Physiotherapeut Marc Optenberg und Diplom-Sportlehrer Marcus Weber. Er zeigt, wie das Training richtig dosiert werden muss, um optimale Leistungen zu erzielen.
Die Veranstaltung beginnt am morgigen Freitag um 15 Uhr. Informationen unter Telefon (08381)6655. Anmeldungen bei Josef Thiel, Fax: (08381) 6348 oder per E-Mail: info@sehen-sie-selbst.com