Memmingen | 03.02.2012 | von Dorothea Seifert / Peter Böhr
Rechts vor links? Innenminister Friedrich spricht bei der CSU Memmingen über innere Sicherheit
November 2011: In einem ausgebrannten Wohnmobil werden die Leichen zweier Bankräuber gefunden.
Bei den Untersuchungen entdeckt die Polizei eine DVD, auf der sich Uwe B. und Uwe M. zu den sogenannten Döner-Morden und weiteren Anschlägen bekennen. Ermittlungen ergeben, dass hinter allem ein rechtsextremes Motiv liegt. Die Täter waren beide Mitglieder in der Neonazi-Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund. Seitdem müssen sich vor allem der Verfassungsschutz und Innenminister Hans-Peter Friedrich immer wieder Vorwürfe anhören, sie seien auf dem rechten Auge blind.
Doch seit Januar 2012 steht ein neues Thema im Mittelpunkt: Der Linksextremismus nämlich. Laut Medienberichten beobachtet der Verfassungsschutz 27 der 76 Abgeordneten der Partei Die Linke. Die Empörung ist nach wie vor groß. Doch Innenminister Friedrich steht dazu - das hat er auch gestern deutlich gemacht. Als Gastredner des Neujahrsempfangs der CSU Memmingen stand die aktuelle Debatte natürlich im Vordergrund.
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