Im Leben des 1923 geborenen Pross spiegelt sich ein Stück deutscher Mediengeschichte wider. Er war unter anderem Mitherausgeber der literarisch-politischen Zeitschrift "Neue Rundschau". Von 1963 bis 1968 war er Chefredakteur von Radio Bremen, anschließend lehrte er Publizistik an der Freien Universität Berlin.
1983 zog sich Pross aus dem Berufsleben ins Allgäu zurück, veröffentlichte aber weiterhin Aufsätze und Bücher zu Massenmedien und Zeitgeschichte. Zu Pross' publizistischen Werken gehören unter anderem "Die Zerstörung der deutschen Politik" (1959), "Protestgesellschaft: Von der Wirksamkeit des Widerspruchs" (1992) und "Deutsche Presse im 20. Jahrhundert" (2000).
2001 wurde Pross mit dem Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik geehrt. In der Begründung der Jury zur Preisverleihung hieß es, Pross habe einen unschätzbaren Beitrag zur Humanisierung der Gesellschaft geleistet.