Unterallgäu (Landratsamt Unterallgäu) | 06.02.2012 14:20 Uhr
Noroviren weiter im Umlauf
Die Zahl der Brechdurchfall-Erkrankungen nimmt nach wie vor nicht ab: Erneut sind nun Bewohner eines Unterallgäuer Seniorenheims erkrankt, wie der Leiter des Unterallgäuer Gesundheitsamts, Dr. Wolfgang Glasmann, mitteilt. Wie in den vergangenen Wochen dürfte es sich dabei laut Glasmann um Norovirus-Infektionen handeln.

Diese treten in der kalten Jahreszeit erfahrungsgemäß gehäuft auf. Auch in den Unterallgäuer Kreiskliniken müssen laufend Menschen behandelt werden, die sich mit dem Norovirus infiziert haben. Insgesamt wurden dem Unterallgäuer Gesundheitsamt in diesem Jahr bereits 54 Norovirus-Erkrankungen gemeldet.
Im vergangenen Jahr waren es laut den Aufzeichnungen des Gesundheitsamts insgesamt 181 vor allem in den Wintermonaten gemeldete Krankheitsfälle. Um eine Ansteckung zu verhindern und eine Verbreitung der Brechdurchfall-Erkrankungen zu vermeiden, rät der Arzt zu einer gründlichen Händehygiene.
Zudem appelliert er an jeden, der selbst erkrankt ist, auf Besuche in Krankenhäusern, Seniorenheimen oder auch Kindergärten und Schulen zu verzichten, um keine Krankheitserreger einzuschleppen. Erst wenn die Symptome - wie Durchfall und Erbrechen - vollständig abgeklungen sind, dürfen diese Einrichtungen wieder besucht werden.
Nähere Informationen findet man auch im Internet unter www.unterallgaeu.de/noroviren
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Noroviren - Alarm: Trinkwasser macht krank:
Norovirus-Infektionen mit heftigem Brechdurchfall werden allein durch Fäkalien entweder in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst, bevor sie sekundär übertragen werden können, besonders augenfällig in Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen oder Kindergärten. In unseren Gewässern, auch im Grundwasser, kommen Viren vor. Wasserwerke können Viren regelmäßig nicht filtern. Kaltes Wasser konserviert ansteckende Viren. Offensichtlich folgen die Norovirus-Infektionen jedes Jahr streng dem Verlauf der Kälte im Wasser und in den Wasserleitungen. Unsere Lebensmittel haben das ganze Jahr über in etwa die gleiche Temperatur. Das Trinkwasser nicht. Es hat sein Temperaturminimum im Februar/März. Also muss das Trinkwasser die Norovirus-Infektionen auslösen! Unsere Wasserwerke müssen so nachgerüstet werden, dass auch Viren abgefiltert werden.
Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann soddemann-aachen@t-online.de http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
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