Allgäuer Tourismustag 2009: Architektur als Marketing-Instrument
Architektur hat Wirkungen auf ihr Umfeld, das ist unbestritten. Aber kann man sie als touristisches Marketing-Instrument einsetzen, macht sie sogar Gäste? Antworten darauf gibt es beim Allgäuer Tourismustag 2009 am 17. August ab 10 Uhr im Kornhaus in Kempten, der unter dem Motto steht „Platz für Architektur – Architektur als touristisches Marketing-Instrument“.
Universitäts-Professor Klaus Loenhart (Loenhart & Mayr, BDA, München) zählt die landschaftlichen Qualitäten und die traditionelle Architektur zu den „wichtigsten touristischen Ressourcen des Allgäus“. Unter ökonomischem und ökologischem Druck bahnt sich seiner Meinung nach ein grundlegender Strukturwandel der Kulturlandschaft an. Es müssten deshalb „neue Bauformen gefunden werden, welche die regionale Tradition des Allgäus zukunftsfähig übersetzen“.
Die Architektin Bibiane Hromas, Lehrbeauftragte an der TU Wien, ist davon überzeugt: „Architektur macht Gäste.“ Sie ist Gründerin und Vorsitzende von „platou“ – Plattform für Architektur im Tourismus, einem interdisziplinären Netzwerk mit Sitz in Wien. Hromas geht davon aus, dass „Architektur als Marken- und Marketinginstrument den betriebswirtschaftlichen Erfolg fördert“. Und sie geht den Fragen nach, wie gute Architektur im Tourismus erfolgreich eingesetzt werden kann, was Architektur für die Marke leistet und was gute Architektur ist. Außerdem stellt sie in Schlagzeilen die Ergebnisse der Grundlagenstudie „Architektur macht Gäste“ vor.
Zum Allgäuer Tourismustag im Rahmen der Allgäuer Festwoche kommen jedes Jahr rund 200 Touristiker, Gastronomen, Hoteliers sowie Kommunal- und Landespolitiker. Veranstalter sind der Kempten Tourismus- und Veranstaltungs-Service und der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben.
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