Seit dem 1. März 2010 steht nun die Entscheidung über die Umsetzung der zweiten Stufe des Sozialplans an, das heißt über den Abbau von bis zu 50 weiteren Arbeitsplätzen. Die Voraussetzung dafür: Ende Februar 2010 musste der Auftragsbestand für Reisemobile am Standort Bad Waldsee niedriger sein als im Vorjahr.
Diese Voraussetzung ist nun gegeben, nachdem der Auftragsbestand aktuell um rund zehn Prozent unter dem Vorjahreswert liegt. In anderen Werken des Hymer-Konzerns liegen die Auftragsbestände hingegen zum Teil sogar über den Vorjahreswerten.
Der Vorstand der Hymer AG möchte dennoch nach Möglichkeit auf weitere Personalkürzungen in Bad Waldsee verzichten. Dies hatte Finanz- und Personalvorstand Frank Mallet auf der vor Kurzem stattgefundenen Hauptversammlung des an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Unternehmens deutlich gemacht: «Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, wollen wir keine weiteren Entlassungen vornehmen. Jeder zusätzliche Personalabbau kostet den Stammsitz Bad Waldsee Substanz an Wissen, Erfahrung und Motivation.»
Grundsätzlich ist die Hymer AG optimistisch und rechnet mit einer mittelfristigen Erholung des Geschäfts. (az)