Der Juni war heuer nach Angaben von «Wetter-allgäu.de» ausgesprochen nass, und die Temperaturen entsprachen dem langjährigen Durchschnitt. Ebenfalls feucht fiel der Juli aus, der unterm Strich zudem etwas wärmer als normal war.
Der August hingegen als klassischer Ferienmonat zeigte sich von seiner sonnigen Seite, wobei vielerorts im Allgäu weniger Regen als üblich fiel. Besonders der erste Teil des Sommers war geprägt von teils heftigen Gewittern und Unwettern, mehrmals mit Hagelschlag. Sogar Mitte August fegte noch eine Windhose durchs Günztal bei Obergünzburg (Landkreis Ostallgäu) und knickte Bäume um wie Streichhölzer. Der Schaden ist vor allem in den Wäldern beträchtlich. Charakteristisch am diesjährigen Hochsommer war die Tatsache, dass es selbst in den Hochlagen der Berge nicht zu einem richtigen Kaltlufteinbruch kam.
Der heute beginnende September ist für viele der klassische Bergwander-Monat. Auch die hoch gelegenen Alpenvereins-Hütten sind den ganzen Monat noch geöffnet. Zu beachten bei der Tourenplanung sind allerdings jetzt schon die deutlich kürzer werdenden Tage.
Vieh kommt von den Alpen
Ende nächster Woche beginnen zudem die Viehscheide. Über 30000 Tiere hatten heuer den Sommer auf den 684 Alpen im Allgäu verbracht. Trotz der Krise in der Landwirtschaft waren mehr Tiere als üblich in der Sommerfrische. Mit dem Verlauf des Wetters waren die Älpler zufrieden. Lediglich zu Beginn des Sommers führten die Niederschläge zu Trittschäden durch das Vieh.