Trotzdem bleiben die Temperaturen bis Ende der Woche unter dem Gefrierpunkt, sagt der gebürtige Sonthofener. „Aber statt Minus 12 Grad, haben wir ab Donnerstag nur noch Minus fünf Grad.“ Anfang nächster Woche steigen die Temperaturen dem Meteorologen zufolge dann wieder auf Null Grad.
Schnupfnasen, kalte Füße und leere Autobatterien – das sind längst nicht alle Folgen der Minustemperaturen: Beim Versuch mit einem Haarföhn eine gefrorene Wasserleitung aufzutauen, kam es am Sonntag in Argenbühl (Kreis Ravensburg) zu einem Wohnhausbrand. Bei dem Auftauversuch entzündete sich das Dämmmaterial. Der Bewohner, der das Feuer verursacht hatte, konnte es zwar zunächst löschen, ein Schwelbrand blieb jedoch unentdeckt und brach rund drei Stunden später aus. Verletzt wurde niemand.
Laut Polizei entstand ein Schaden von 100 000 Euro. Aufgrund der Kälte sind gestern zudem einige Busse ausgefallen. Auch in den kommenden Tagen kann es wegen der anhaltend frostigen Temperaturen zu weiteren Ausfällen kommen.
Die schöne Seite der Kälte: Die meisten Eisflächen im Oberallgäu sind nach Einschätzung von Adolf Fröhlich von der Wasserwacht Kempten begehbar. Dennoch ist die Selbstverantwortung jedes Einzelnen gefragt. Gary Kögel von der Kreiswasserwacht rät für das Ostallgäu aber zu Vorsicht: „Es sind noch nicht alle Flächen befahrbar.“