
Verletzungen durch Unfälle sind die häufigste Todesursache bei den Kleinsten. Zum 11. Internationalen Tag der Kindersicherheit am 10. Juni 2010 wollen die Johanniter im Allgäu für dieses Thema sensibilisieren und zum Helfen ermutigen. Fast jede Mutter und jeder Vater hat gefährliche Situationen schon einmal erlebt.
Gerade spielten die Kinder noch fröhlich Fangen im Garten, doch dann stürzt eines von ihnen und schlägt sich das Knie auf. „Stürze sind typische Verletzungen, aber auch Zusammenstöße, Verletzungen durch spitze Gegenstände wie Messer oder das Einklemmen, zum Beispiel Kinderhände in der Autotür“, erläutert Veronika Böllmann, Ausbildungsleiterin bei den Johannitern im Allgäu.
Unfälle passieren auch im sichersten Haushalt
Das Wichtigste in solchen Stuationen ist ruhig bleiben, Erste Hilfe leisten, Wunde versorgen und bei schlimmeren Verletzungen schnell 112 wählen. „Wer seine Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig auffrischt, reagiert im Notfall automatisch richtig“, sagt Böllmann. Fast zwei Drittel der häuslichen Unfälle betreffen Kinder unter sechs Jahren.
Zum physischen Schmerz durch den Unfall kommt bei Kindern oft Angst hinzu. Gerade bei kleineren Kindern ist die psychiche Betreuung durch die Eltern neben der Wundversorgung wichtig. Auf der Fahrt ins Krankenhaus hilft zum Beispiel der Lieblingsteddy als Begleitung.
Auch Kinder können viel tun

„Nicht nur Erwachsene können Erste Hilfe leisten, auch Kinder können schon viel tun, zum Beispiel einen Notruf absetzen oder ein Pflaster richtig kleben“, sagt Erste-Hilfe-Expertin Veronika Böllmann. „Wir wollen, dass die Kinder sich sicherer fühlen. Selbst für die Kleinsten gibt es kindgerechte Kurse, zum Beispiel die ‚Ersthelfer von morgen’. Wer als Kind lernt, nicht wegzuschauen sondern einzugreifen, wird auch als Erwachsener so handeln.“
Mehr Informationen zum Kursprogramm und aktuelle Termine gibt es im Internet auf
www.johanniter-allgaeu.de oder bei der Ausbildungshotline der Johanniter unter der Rufnummer 0700 JOHANNITER (0700 5642664837).