Das Bad soll im Gebiet des heutigen Eichwaldbades entstehen und das zweite städtische Bad, das Limare, überflüssig machen. Das Projekt teilt sich in ein sogenanntes Sportbad und in ein «Vitalbad» auf und kommt dorthin, wo heute die Hauptgebäude und das Becken des Eichwaldbades stehen. Das Sportbad entspricht einem Hallenbad, das etwas größer sein soll als das jetzige im Limare. Der Eintritt soll genauso teuer sein wie dort bisher. Dieser Teil des Bades soll auch künftig für alle Lindauer und die Sportvereine täglich geöffnet sein. Das Vitalbad hingegen stellt eine gewaltige Badelandschaft dar unter einem 17 Meter hohen Glasdach, das bei Sonne beiseite geschoben werden kann. Es geht dabei um Wellness. Es wird also verschiedene Gesundheitsbäder geben, Saunalandschaften und vor allem eine ansprechende Umgebung mit Palmen oder Salzsteingrotten.
Am ehesten wird es mit dem Bad der Wundgruppe in Bad Wörishofen vergleichbar sein. Es soll ausdrücklich kein Spaßbad sein, sondern ein Bad für Menschen die sich entspannen wollen und Ruhe suchen. Daher soll unter der Woche der Eintritt für Jugendliche von zwölf bis 16 Jahren nicht erlaubt sein.
Um die beiden Bäder herum wird das heutige Strandbad erhalten bleiben, das gesamte Seeufer bleibt öffentlich zugänglich.
In dem ersten Entwurf, den Wund vorgelegt hat, ist eine eingeschossige Tiefgarage enthalten, die Platz für etwa 250 Fahrzeuge bietet. Wund räumte allerdings ein, dass das wohl noch nicht ausreiche. Bei seinem Bad in Wörishofen gibt es 680 Parkplätze.
Grundstück zur Verfügung stellen
Kosten soll das Bad knapp 30 Millionen Euro. Offenbar will Wund selbst den Großteil davon übernehmen, die Stadtwerke sollen sich aber mit 3,5 Millionen Euro beteiligen. Außerdem sollen die Stadtwerke das Grundstück zur Verfügung stellen, voraussichtlich zu einem eher symbolischen Pachtzins.
Wund rechnet in Lindau mit einem Besucherpotenzial von 1,3 Millionen Menschen pro Jahr. Für seine Wirtschaftlichkeitsberechnung geht er von einer tatsächlichen Besucherzahl von 600000 pro Jahr aus.
Oberbürgermeisterin Petra Seidl sprach von einer «großen Chance für Lindau». Nun muss sich der Stadtrat mit dem Projekt befassen. (az)