„Unsere Erwartungen haben sich mehr als erfüllt“, freut sich Geschäftsführer Helmut Mokosch, dessen Fluglinie Tuifly die Linien- flüge mit einer Boeing 737 anbietet. Nach seinen Worten ist die Zahl der Buchungen „überwältigend“. Für dieses Jahr würden bereits 62 000 vorliegen, so dass Tuifly die für heuer angestrebten 100 000 Fluggäste sicher erreichen werde. Für 2008 seien bereits weitere 5000 Flugtickets verkauft. Insgesamt strebt Tuifly im kommenden Jahr 400 000 und 2009 schließlich 500 000 Passagiere an. Ab dieser Zahl würde der Flughafen auch eine „schwarze Null“ schreiben, so Airport-Geschäftsführer Ralf Schmid.
„Erhebliche Entwicklungschancen“
Dass von den beförderten Personen möglichst viele so genannte Incoming-Passagiere sind, die im Allgäu Urlaub machen, hoffen nicht zuletzt die heimischen Politiker. Laut Mokosch gehören bereits jetzt etwa 40 Prozent aller Fluggäste in diese Kategorie - „Tendenz steigend“. Ziel seien mindestens 50 Prozent.
Bildergalerie:
Fotos vom "Premierentag" am Flughafen in Memmingerberg
Auch Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber glaubt an einen Erfolg. „Der Regionalflughafen bietet erhebliche Entwicklungschancen für den Tourismus im Allgäu und im südlichen Schwaben“, so Huber in einer Pressemitteilung. Der Freistaat will den 20 Millionen Euro teuren Flughafenumbau mit 7,3 Millionen fördern, sofern die Klagen der Flughafengegner erfolglos sind.
Von den Gegnern demonstriert an diesem Tag keiner am Flughafen. In einer Pressemitteilung des Aktionskreises „Stopp dem Fluglärm“ heißt es aber: „Wir sehen keinen Grund, in den allgemeinen Jubel über den Flughafenstart mit Tuifly einzustimmen.“ Nach Ansicht der Gegner könne der Airport nicht wirtschaftlich betrieben werden. Zudem sei er „unverantwortlich in Bezug auf die Klimakatastrophe“.
„Eine gute Zukunft“ prophezeit indes Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger dem Airport bei der Pressekonferenz: „Der Flughafen wird den Wirtschaftsstandort Memmingen-Unterallgäu und die gesamte Region Donau-Iller weiter voranbringen.“ Und laut Flughafenchef Schmid muss sich der Allgäu Airport „nicht verstecken“, sondern kann in der ersten Liga der Regionalflughäfen mitspielen.