Eines seiner Ziele, so Kießling, sei der Aufbau eines Netzwerks zwischen Anbietern und Nutzern von Streue. Träger sind die Landschaftspflegeverbände Unterallgäu, Oberallgäu, Ostallgäu sowie der Landkreis Lindau. «Es ist deutschlandweit das erste Mal, das landkreisübergreifend eine solche Stelle geschaffen wurde», sagt er.
Landschaft verbuscht zusehends
Im Sommer bunt und im Herbst leuchtend orange-rot: Streuwiesen seien nicht nur Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten, sondern auch «Markenzeichen der Urlaubsregion Allgäu», so Kießling. Aber: Immer mehr Streuwiesen fallen aus der landwirtschaftlichen Nutzung heraus; vielerorts werde nicht mehr gemäht. Die Folge ist, dass die einst weitläufige Landschaft zuwächst und zusehends verbuscht, wie der Unterallgäuer erklärt.
Kießling, selbst Landwirt und Landschaftsökologe, strebt eine regelmäßige Pflege der typischen Streuwiesen an. Aufgabe der Koordinationsstelle sei es, das Produkt Streue optimal zu verwerten und brachliegende Flächen wiederzubeleben. «Die Landwirtschaft soll als Partner des Naturschutzes profitieren», so Kießling. Er fühlt sich zuständig für jene, die einen Bewirtschafter für ihre Streuwiese suchen, an regionalem Streumaterial interessiert sind, dieses verkaufen wollen oder Hilfe bei der Pflege ihrer Streuwiesen benötigen.
Kontakt Koordinationsstelle Streuverwertung im Allgäu, Uwe Kießling, Telefon (08336) 813325, Fax (08336) 813326 und per E-Mail an u.kiessling@streue.de
Das Projekt im Internet unter:
www.streue.de