Die Betriebsfläche für Produktionsräume, Büros und Lagerbereiche konnte um 3000 Quadratmeter vergrößert werden. Hinzu kommt die Vergrößerung des Außenareals samt Parkplätzen um 5000 Quadratmeter. Die Baumaßnahme war erforderlich, da laut Unternehmensleitung durch positive Auftragseingänge und Produktionszuwächse eine Optimierung des Warenflusses von der Rohware bis zum Warenausgang unumgänglich wurde.
Der Neubau für rund drei Millionen Euro umfasst die Errichtung einer teilunterkellerten Erweiterung des Produktionsgebäudes mit angrenzendem Warenausgangsbereich, ein Produktions-Großraumbüro und einen Lkw-Verladehof auf dem Ostareal des Firmengeländes. Besonders hob Joseph Wilhelm den neu errichteten gläsernen Besuchergang hervor. „Dadurch wird unsere Produktion für Besuchergruppen wieder zugänglich“, fügte der Vorstand an.
Bürgermeister freut sich
Der gläserne Gang werde „den Anforderungen des International Food Standard gerecht“ und ermögliche Führungen von Besuchern unter Einhaltung der strengen Hygiene-Richtlinien. Dem Besucher wird ein Blick in die Produktionsabläufe ermöglicht. Dass für Rapunzel die ökologischen Aspekte im Vordergrund stehen, zeigt die Errichtung eines Biomasseheizkraftwerks und einer Photovoltaikanlage. „Wir drehen den Ölscheichs den Ölhahn zu“, sagte Joseph Wilhelm zu der 900 000 Euro-Investition in die Biomasseheizung, die Rapunzel völlig unabhängig von fossilen Brennstoffen macht. Durch das Heizen mit Holz aus der Region sollen 160 000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden. Der jährliche Wärmebedarf von 800 KW wird zu 100 Prozent durch zwei Wärmeerzeuger mit je 550 KW Leistung erbracht. „Das ist eines der größten Photovoltaikprojekte im Unterallgäu“, berichtete der Vorstand im Hinblick auf die künftige Stromerzeugung bei Rapunzel.
Rund 4,5 Millionen Euro kostete die Stromerzeugungsanlage, die rund eine Million kW/h Strom pro Jahr erzeugen soll und somit rund 250 Hauhalte versorgen kann. Der Strombedarf bei Rapunzel liegt bei rund 2,7 Mio. kW/h pro Jahr. Somit kann die Photovoltaikanlage mehr als 30 Prozent des Stromverbrauches decken. Um dies zu erreichen, wurden alle Dachflächen am Firmensitz in Legau sowie am Logistik-Zentrum in Bad Grönenbach mit Photovoltaikzellen ausgestattet.
„Das ist ein hervorragendes Zeichen für die Standortsicherung“, betonte Bürgermeister Franz Abele, der sich freute, dass der größte Arbeitgeber im Markt Legau kräftig investiert.