Abgesehen von der Interessenvertretung auf verschiedenen Ebenen der Politik - von der kommunalen bis zur europäischen - wollen die Landfrauen aber auch eine Art "Tankstelle" anbieten, "zum Auftanken und Abschalten unter Gleichgesinnten", sagte Walser.
Die Ortsbäuerinnen wählten jetzt einen neuen Vorstand bestehend aus Kreisbäuerin, stellvertretender Kreisbäuerin und sechs Beirätinnen. Die Ortsbäuerinnen waren zuvor aus den Wahlen in den 92 Ortsverbänden im Unterallgäu hervorgegangen.
Margot Walser aus Pleß ist bereits drei Mal Kreisbäuerin gewesen. Die Ortsbäuerinnen wählten sie nun mit großer Mehrheit zum vierten Mal in das Ehrenamt. Stellvertretende Kreisbäuerin wurde Marlene Egger aus Salgen. Sie ist damit Nachfolgerin von Elfriede Miller, die sich nicht mehr zur Wahl aufstellen ließ.
Bei der Sammelwahl für die Beisitzer teilten sich zwei Kandidatinnen den fünften Platz. Die Ortsbäuerinnen beschlossen daraufhin, den Kreisvorstand zu vergrößern. Die nächsten fünf Jahre wird es also sechs statt der sonst üblichen fünf Beirätinnen geben.
Gewählt wurden: Gabriele Roth, Helga Nägele, Manuela Rauch, Barbara Veit, Ulrike Amberger und Maria Hartmann. Paula Rappolt, Uschi Hölzle und Susanne Schuhwerk kandidierten nicht mehr für das Amt.
Walser blickte auch auf die vergangenen fünf Jahre zurück und nannte einige der zahlreichen Aktionen wie die Gesundheitsoffensive „Bleib fit“, den „Tag des offenen Hofes“ oder die Aktionen zum Welternährungstag. Es gab auch viele gesellige Veranstaltungen: Adventsfeiern, Kaffeekränzchen, Ausflüge und Reisen. Diesen Herbst wird es für fünf Tage nach Brüssel gehen.
Markus Müller von der Hauptgeschäftsstelle des Bayerischen Bauernverbands in Schwaben leitete die Wahl zusammen mit Helmut Mader, Leiter der Geschäftsstelle Unterallgäu. Müller sprach im Anschluss über aktuelle Themen in der Landwirtschaftspolitik, die den Bauernverband in nächster Zeit beschäftigen würden. Dazu gehören seiner Aussage nach unter anderem die Bereiche Tierschutz, Natur- und Umweltschutz sowie die Agrarpolitik der Europäischen Union.
Aufruf zu mehr Solidarität
Außerdem forderte Müller zu mehr Solidarität unter den Landwirten auf. Streitigkeiten, die es gelegentlich zwischen Vertretern der konventionellen und der ökologischen Landwirtschaft gebe, schwächten den Zusammenhalt unter den Landwirten und damit ihre Position gegenüber der Politik. Walser betonte, dass ein starker Zusammenhalt der Landfrauen wichtigstes Ziel der Arbeit des neuen Vorstands sein werde.