«Aufgrund der Voruntersuchungen und Planungsentwürfe konnten wir bereits Zuschussanträge stellen», berichtete Bürgermeister Alfred Grözinger im Hinblick auf das 1,6 Millionen Euro teure Projekt. Der Rathauschef geht davon aus, dass der Umbau der ehemaligen Synagoge über den EU-Fördertopf Leader plus förderfähig sein wird. Auch hier wurde demnach bereits ein größerer Betrag in Aussicht gestellt. Grözinger hofft, dass mit den zugesagten Zuwendungen die Planungen in diesem Jahr bereits weit vorangetrieben werden können. «Wenn es nun noch gelingt, Lösungen für den Betrieb und den Unterhalt des Kulturhauses zu finden, stünde einem Baubeginn in 2012 nicht mehr viel im Wege», fügte der Bürgermeister an.
Reger Betrieb herrscht aktuell im Baugebiet an der Bahnhofstraße. Die meisten Bauplätze sind bereits verkauft und auch schon bebaut. Mit dem Kreuzungsbereich Staatsstraße 2031/Kreisstraße MN14 ist der erste Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt laut Grözinger abgeschlossen. Was die Sanierung der Illertalhalle anbelangt, soll in den nächsten Tagen mit der Fertigstellung des Eingangsbereichs und des Foyers fortgefahren werden.
«Gute und individuelle Pflege»
Den im vergangenen Jahr vollzogenen Gesellschafterwechsel stellte Gottfried Meissner ins Zentrum seiner Betrachtungen.
«Nun sind wir Johanniter», sagte der Leiter der Fellheimer Seniorenwohnanlage mit Blick darauf, dass die Häuser der Johannes Seniorendienste Süd nun der Johanniter-Geschäftsführung in Stuttgart unterstellt sind (wir berichteten). Ein erfreuliches Ergebnis habe ein unangemeldeter Besuch der Heimaufsicht im Schloss Johanneshof kurz vor Weihnachten ergeben. «Wir sind mit das beste Pflegeheim im Unterallgäu», fügte der Heimleiter an und verwies auf die Auswertungsergebnisse des Kontrollbesuches - der der Einrichtung eine «gute und individuelle Pflege» attestierte. Abgeschlossen seien die Sanierungsarbeiten in den bewohnten Bereichen des Seniorenheims. Neben den Fußböden sind auch die Wohnbereiche renoviert worden.
Für die einzige Synagoge der Region will sich auch Staatssekretär Franz Josef Pschierer einsetzen. Die Entscheidung über einen Zuschussantrag in Höhe von 200000 Euro aus Mitteln der Landesstiftung soll im Mai fallen. Der Staatssekretär im Finanzministerium äußerte sich positiv über die Bewältigung der Wirtschaftskrise im Freistaat. «Gerade um die niedrige Arbeitslosenquote im Landkreis beneidet uns fast die ganze Republik», so der Landespolitiker. Der Landtagsabgeordnete Josef Miller stellte das Miteinander der Gemeinde Fellheim und des Johanneshofs - und vor allem den gemeinsamen Neujahrsempfang im Altenheim - als bayernweit einmalig heraus.