Am 12. September 2011 waren die Männer – vermutlich sehr betrunken – mit ihren Fahrrädern in Woringen unterwegs. Dort trafen sie auf einen 27-Jährigen, der mit seinem Moped eine Panne hatte und auf die Hilfe von Freunden wartete. Nach einem kurzen Wortwechsel schlug der 20-jährige Angeklagte dem Wartenden mit einer Eisenstange und verletzte ihn im Gesicht.
Der konnte sich gegen den betrunkenen Angreifer zwar wehren, wurde aber vom anderen Angeklagten mit einer zerbrochenen Bierflasche in den Rücken und dann in die Brust gestochen. Erst als die Freunde des Überfallenen kamen, ließen die Angeklagten von ihrem Opfer ab.
Dieses hatte neben den Stichverletzungen noch eine Platzwunde und einen Nasenbeinbruch erlitten. Die Freunde brachten den Schwerverletzten ins Krankenhaus.
Zahlreiche Vorstrafen
Wie bei der Verhandlung deutlich wurde, haben beide Angeklagten ellenlange Vorstrafenlisten. Viele Diebstähle, Drogendelikte und Körperverletzungsfälle stehen in den Registern. Dafür haben sie auch schon einige Erfahrungen mit dem Gefängnis gemacht.
„Das sind Straftaten wie am laufenden Band“, sagte der Richter und die Staatsanwältin betonte: „Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie bereit wären, sich an die hier geltende Rechtsordnung halten zu wollen.“
Mehr als gefordert
Unter Berücksichtigung von zwei Wodka-Diebstählen und einer offenen Bewährungsstrafe muss der 20-Jährige nun für fünf Jahre und sechs Monate hinter Gitter. Der Ältere Täter wird für zweieinhalb Jahre einsitzen. Beim Strafmaß ging das Gericht über die Forderungen der Staatsanwaltschaft hinaus.