
Es gebe mehrere Gründe, die gegen eine Fütterung sprechen würden, so die Leiterin der Bezirksgeschäftsstelle Schwaben. Wenn Menschen den Tieren das Futter quasi vorbeibringen, verlieren diese laut Kraft ihren natürlichen Trieb sich Nahrung selber zu suchen. Zudem sinke Futter, das nicht gefressen wird, zu Boden.
Durch Verrottung würden sich dort Faulschlamm und Gase bilden, die zum Sauerstoffverlust im Gewässer führen könnten, erklärt sie weiter. Selbst wenn Seen zugefroren sind, sei eine Fütterung nicht notwendig, „denn dann können die Tiere immer noch fließende Gewässer aufsuchen“.
Wasservögel seien es an sich gewöhnt, größere Weiten zurückzulegen, um Nahrung zu finden, sagt die Geschäftsstellenleiterin.
Di

e niedrigen Temperaturen stellen laut Kraft auch sonst keine Gefahr für die Tiere da. Sie seien durch ihr dichtes Federkleid geschützt. Zwischen den einzelnen Federn liegen Luftschichten, die wärmeisolierend wirken. Eng beieinanderliegende Blutgefäße in den Beinen verhindern zudem, dass die Tiere auf dem Eis festfrieren.
Ihre Füße sind so kalt, dass sie das Eis darunter nicht schmelzen lassen. Das wäre jedoch Voraussetzung dafür, dass das Eis wieder anfriert und somit etwas festfriert. Enten haben in ihren Füßen sogenannte Wärmetauscher eingebaut.
Die Arterien transportieren warmes, sauerstoffreiches Blut vom Herzen in die Körperteile. Parallel dazu verlaufen die Venen, die das kalte Blut wieder zurückbefördern. Deswegen haben Enten immer kalte Füße und können stundenlang auf dem Eis herumwatscheln.