
Das bedeutet: Humedica startet ab sofort auch von Memmingerberg aus zu Hilfseinsätzen in aller Welt. „Die Feuertaufe hat unsere Kooperation bereits im vergangenen Oktober mit Bravour bestanden, als vom Allgäu-Airport aus der erste deutsche Hilfstrupp in die Türkei startete“, betonte Geschäftsführer Groß. Zur Erinnerung: Damals gab es dort ein verheerendes Erdbeben.
Jede Minute ist kostbar
Der Allgäu-Airport werde die Hilfsorganisation auf mehreren Ebenen unterstützen, erklärte Geschäftsführer Schmid: Bei einem Einsatz nach einer Katastrophe sei jede Minute kostbar sei.
Deswegen werde der Airport künftig durch seine „guten Kontakte zu Fluglinien“ mithelfen, schnellstmöglich die benötigten Flugzeuge für Humedica bereitzustellen, so Schmid.
Eng zusammenarbeiten wollen die beiden Partner aber nicht nur im Ernstfall: So haben sie vereinbart, dass Einsatzkräfte der Hilfsorganisation künftig zwei bis vier Mal pro Jahr Übungen auf dem Airport abhalten, „um die Abläufe zu optimieren“, so Flughafen-Chef Schmid.
Außerdem werde die Organisation ihre Arbeit im Rahmen von Ausstellungen präsentieren. Denkbar sei auch, dass Humedica-Helfer im Airport übernachteten, bevor sie zu Einsätzen aufbrächen.
Wenn die Start- und Landebahn erst einmal von 30 auf 45 Meter verbreitert sei, könne Humedica mit größeren Maschinen von Memmingerberg aus starten, die mehr Hilfsgüter transportierten als es derzeit möglich sei.
Schmid überreichte Groß einen Scheck über 1000 Euro. Mehrere Hundert Euro hatten Airport-Mitarbeiter bei der Weihnachtsfeier gesammelt. Die Geschäftsführung legte den Rest drauf.