Langenbacher: Auf der persönlichen Ebene war es das starke Bürgervotum zu meiner zweiten Wiederwahl, das ich als ermutigendes Zeichen der Zustimmung zu meiner Arbeit gesehen habe. Beeindruckend war für mich daneben, wie in unseren drei Ortsteilen das bürgerschaftliche Engagement eine tragende Säule im Gemeindegeschehen bildet. So ist es unserer Bürgerschaft zu verdanken, dass die Generalsanierungen der beiden Ortswahrzeichen – der St. Blasiuskirche in Kirchdorf und der Kapelle St. Johann in Unteropfingen – abgeschlossen werden konnten. Im Teilort Oberopfingen konnte daneben das Nahwärmeleitungsnetz auf das nahezu ganze Ortsgebiet erweitert werden.
Oberopfingen ist damit das erste Bioenergiedorf in Baden-Württemberg, das nicht nur aus einer Idee der Bürgerschaft hervorging, sondern auch von ihr realisiert wurde.
Welche wichtigen Maßnahmen wurden 2011 auf den Weg gebracht?
Langenbacher: Bedeutend war der DSL-Anschluss von Oberopfingen. Nach einem komplizierten und langwierigen Ausschreibungsverfahren, bei dem zahlreiche Regelungen des EU-Rechtes zu beachten waren, war der Vertragsabschluss mit der Telekom zur DSL-Versorgung aus meiner Sicht einer der großen Erfolge des Jahres.
Gehören dazu auch die Planungen für ein Gesundheits- und Seniorenzentrum?
Langenbacher: Ja. In Kooperation mit einem privaten Bauträger und der Allgäu-Stiftung wurde ein städteplanerischer Entwurf mit drei Gebäuden für die Bebauung einer großen Freifläche in der Ortsmitte entwickelt. In Abhängigkeit von der Nachfrage zu den gewünschten Wohnungsgrößen sollen ab Frühjahr zwischen 28 und 32 barrierefreie Wohnungen, eine große Arztpraxis sowie weitere Gewerberäume inklusive Café und Geschäft entstehen.
Welche Dinge sollen in diesem Jahr unbedingt angegangen werden?
Langenbacher: Hierzu zählt die Vorbereitung für die Erschließung einer großen Industriefläche südlich der B 312 in Oberopfingen.
Nachdem im Jahr 2011 zahlreiche Gespräche auf Behördenebene geführt wurden, hoffe ich, dass wir in die Bauleitplanung einsteigen können, damit bis Jahresende Baurecht für eine großflächige industrielle Nutzung auf rund 35 Hektar Fläche erreicht werden kann. (mz)
R. Langenbacher