Los ging es mit der Entdeckung eines neuen Naturvolks in Westerheim, das sich aus seinen unterirdischen Höhlen an die Oberfläche gewagt hatte: Die etwas verwegenen Lehenbergzwerge eroberten die Herzen der Besucher im Sturm.
Als nächstes stand die Frage im Raum, was man mit einem „etwas durchtränkten Lebkuchenherz“ macht? Dieses Malheur ist einem „Büble beim Bissala“ passiert. Fazit des Vaters: „Des bringat mir d’r Oma hoim, die brocket sowieso alles ei.“
Zwei schon etwas in die Jahre gekommene „Kirchaweibr’“ (Gabi Bainger und Beate Niemeier) trafen sich im Anschluss daran nach dem Sonntagsgottesdienst auf einem Parkbänkle zum Ratschen. Dabei stand die Predigt von Pater Johannes im Vordergrund.
Himmel, Fegefeuer und Hölle seien seine Themen gewesen. Dazu hatten die beiden Seniorinnen eine einhellige Meinung, denn sie haben keine Zähne mehr, „also wird es für uns in der Hölle kein Heulen und Zähneknirschen geben“. Um sicherzugehen, dass der Kirschkuchen für den Nachmittagskaffee nach dem Kirchgang noch an seinem Platz steht, hatte eine der älteren Damen kurzerhand das Gebiss ihres Mannes ins Handtäschle gesteckt und mit in den Gottesdienst genommen. Beide Sketche sorgten für lang anhaltenden Beifall.
Für große Begeisterung beim Publikum sorgte die Einlage der „Westerheimania“. Am Klavier begleitet von Ursula Aurbacher betraten Gabi Waizenegger, Emmi Aurbacher, Hanne Eberhard und Irmgard Herb die Bühne. Allein der Anblick der vier Grazien, die in himmelblau-silbrigen Anzügen aus Satin und Samt steckten, war eine Augenweide.
Auf charmante Weise besangen sie die „Probleme und Problemchen“ der Westerheimer. Abschließend bedankten sie sich humorvoll bei Pater Johannes für dessen 30-jährige Arbeit im Dorf. Ihr Fazit: „Es gibt keinen Besseren.“
Eine weitere Nummer begann mit lautem Schnarchen im Ehebett. Geräusche weckten das Ehepaar auf. Während sich der Hausherr feige zurückzog, machte sich seine Gattin mit einem gefüllten „Pottschamperle“ (Nachttopf) todesmutig auf die Suche nach dem Eindringling. Letztlich war aber doch Mannhaftigkeit gefragt. Mit stolz geschwellter Brust kehrte der Gatte schließlich zurück – er hatte den Stecker des Fernsehers gezogen.
Für die musikalische Gestaltung war die auch über die Grenzen Westerheims hinaus bekannte Zigeunermusik zuständig. Die Musiker heizten die Stimmung ein ums andere Mal an, sodass die Besucher zu Oldies kräftig das Tanzbein schwangen.