In die Maustadt geholt hat die Baupreis-Exponate das Memminger Archforumm. Einen «schönen Schulterschluss» nannte der Kemptener Franz Schröck diese «fruchtbare Zusammenarbeit» der beiden Foren bei der Eröffnung. Erfreut zeigte er sich auch über die große Resonanz (106 Einreichungen) auf den ausgelobten Preis. Dass dabei durchweg gute Qualität geliefert wurde, bestätigte Prof. Jörg Aldinger aus Stuttgart, der Juryvorsitzender und Gastredner der Vernissage war. Auch Bauten in Memmingen und Erkheim wurden ausgezeichnet (wir berichteten). Er nahm seine Zuhörer dann mit auf eine kleine Reise durch die Architekturgeschichte, bis hin zur spannenden Frage «Was passiert mit der Baukultur jetzt im 21.
Jahrhundert?» - in einer Zeit, in der neue, digitale Werkzeuge den Zeichentisch ersetzten und damit etwa die Formgebung in nie da gewesener Weise optimiert werden könne.
«Schwung mitnehmen»
Antworten gibt augenscheinlich die Ausstellung darauf. «Nehmen Sie den Schwung aus dem Baupreis mit, um einen eigenen Allgäuer Stil zu prägen», legte Aldinger den Architekten und Bauherren im Publikum ans Herz. «Das Potenzial ist da, aus der Stärke der Region kann sich jetzt etwas Dynamisches entwickeln.»
Die Wirtschaftskrise und klamme Kassen sind für ihn dabei kein Hemmnis: «Eine ökonomische Einschränkung kann die Chance sein, Unnötiges wegzulassen», meinte er. «Auch mit niedrigem Etat können respektable Objekte entstehen.»
Dauer Die Architektur-Ausstellung im Foyer des Memminger Rathauses ist noch bis Samstag, 20. März, zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr; der Eintritt ist frei.