Eine vierköpfige Jury mit Kreisbäuerin Margot Walser, Kosmetikerin Henriette Sailer, Fachlehrerin Christine Egle und Hauswirtschaftsdirektorin Ursula Bronner (beide Landwirtschaftsschule) hatte die besten Rezepte ausgesucht (siehe Infokasten).
Landtagsabgeordneter Josef Miller verwies darauf, dass alle Verbände in die Herbstmilchwochen eingebunden seien. «Ich bin begeistert, was hier gemacht wird.» Mit im Boot sind «Pro Nah», Unterallgäu aktiv, der Bauernverband, das Amt für Landwirtschaft sowie die Lokalzeitungen. Miller rief die Verbraucher dazu auf, nicht zu Ersatzstoffen - «Billigmachern» - zu greifen, sondern sich selbst etwas Gutes zu tun.
Körperpackungen und Fußbäder
Was wäre der Käsekuchen ohne Käse, der Cappuccino ohne Milch? Die Antworten auf ihre rhetorischen Fragen lieferte Bad Wörishofens Ortsbäuerin Michaela Lang als Gastgeberin der Auftaktveranstaltung erst gar nicht nach. Dass Milch ein höchst wertvolles Lebensmittel ist, musste keinem der Ehrengäste erklärt werden. Mit Milch lassen sich aber auch Körperpackungen oder Fußbäder herstellen für eine makellose Haut. Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Gerhard Miller, meinte launig, wenn er das früher gewusst hätte, «wäre ich schon lange mal ins Milchfassl reingejuckt».
Den Hintergrund der Herbstmilchwochen umriss Landwirtschaftsdirektor Dr. Ludwig Merk aus Mindelheim. Erstmals sei diese Aktion im Vorjahr veranstaltet worden - mit hervorragendem Erfolg. Der Milchmarkt war in der Krise, teilweise lag der Milchpreis unter 20 Cent je Liter. Laut Merk könnte der Preis zum Jahresende auf 33 bis 35 Cent steigen. «Das gute Image der Milch muss permanent gefördert werden», betonte Merk.
Michael Stoiber von Unterallgäu aktiv lobte das «hervorragende Zusammenspiel» der Partner. Nur so sei ein so attraktives Programm möglich gewesen. Erfreut zeigte sich Stoiber, dass auch einige Gaststätten regionale Produkte anböten, etwa ein Bergkäseschnitzel.
Das Programm im Internet:
www.herbstmilchwochen.de