Bei einer Baukontrolle war festgestellt worden, dass in einem für vier Familien genehmigten Gebäude eine weitere Einheit entstanden war. In einem nachgereichten Antrag hätten die Bauwerber die erforderlichen zusätzlichen Stellplätze nachgewiesen, heißt es in einer Sitzungsvorlage der Verwaltung. Böckhs Kommentar: «Das ist doch schon wieder ein Witz.» Denn inzwischen seien in dem Haus nicht mehr fünf, sondern bereits sechs Wohneinheiten untergebracht. «Es sind sechs Briefkästen und sechs Klingelknöpfe», hat Böckh festgestellt.
Das bedeute nicht automatisch, dass es auch sechs Wohneinheiten gebe, konterte Guggenberger. In der Sitzungsvorlage heißt es zudem, dass das Verhältnis der überbauten Fläche zur Größe des Grundstücks «im zulässigen Bereich» liege.
Kritische Worte
Kritische Worte kamen nicht nur von Böckh, sondern auch von ihrem CRB-Kollegen Wolfgang Courage, der wie die CSU-Rätin in Amendingen lebt: Es sei «äußerst ärgerlich», wie sich der Bauherr verhalte. Man könne nicht einen Antrag stellen und dann tun, was man will, monierte Courage. «Das hat nicht das Bauamt zu vertreten», erwiderte Guggenberger. Das Fazit von Courage: «Den Ärger haben wir in Amendingen. Das ist schon vorprogrammiert.» (hku)