Unterstützt wird darin das vom Kreistag initiierte Ratsbegehren mit dem Ziel, das gemeinsame Kommunalunternehmen von Landkreis und Stadt Kaufbeuren mit Erhalt aller fünf Klinikstandorte fortzuführen.
Mehr Personal gefordert
Die im Vorfeld durch die Fraktionen abgestimmte Resolution akzeptiert in Bezug auf die Klinik Obergünzburg, „dass neue Strukturen der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren notwendig sind, um auch in Zukunft die bestmögliche medizinische Versorgung bei gleichzeitig tragfähigem wirtschaftlichen Betrieb insgesamt zu gewährleisten“.
Des Weiteren wird unter anderem gefordert, den für das Haus Obergünzburg geplanten Ausbau zu einer Spezialklinik für Endoprothetik zügig umzusetzen und die personelle Besetzung zu verbessern: „Die bisherigen 70 Planbetten müssen in Obergünzburg erhalten bleiben“, heißt es in der Resolution wörtlich.
Vom Marktrat Obergünzburg könne „ein starkes Signal“ für das Ratsbegehren ausgehen, so Bürgermeister Lars Leveringhaus. Für die CSU-Fraktion erklärte Franz Klaus Denlöffel: „Wir unterstützen das Ratsbegehren und stehen voll und ganz hinter ihm.“
Auch Dr. Günter Räder sagte für die Fraktion der Grünen: „Wir unterstützen die Resolution im vollen Umfang.“ Der Entscheid zu den Kliniken sei ein demokratisches Recht der Bürger. Daher sei es von großer Bedeutung, so Räder, dass sich möglichst viele an der Stimmabgabe beteiligten.
Dass die Resolution in der Fraktion eingehend diskutiert worden sei, erklärte Max Schwarzer für die Freien Wähler. Vom Grundsatz her werde sie mehrheitlich, jedoch nicht vollumfänglich, unterstützt. Die Resolution, die in der Sitzung nicht verlesen wurde, wurde anschließend vom Marktrat ohne Debatte gegen die Stimmen von Dr. Maria Maurus und Max Schwarzer beschlossen.
„Keine Spur mehr zu sehen“
Einen ausführlichen Werkstattbericht legte Roger Mayrock über die vom Markt gewünschte zeichnerische Darstellung des ehemaligen Schlosses Liebenthann ab.
„Man möchte wissen: Wie sah das Schloss einmal aus“, beschrieb Mayrock, Vorsitzender des Allgäuer Burgenvereins, seinen Projektauftrag zur Darstellung des Schlosses, das unter den Kemptener Fürstäbten Verwaltungszentrum und eine Zeit lang Residenzschloss gewesen ist und von dem heute, so Mayrock, „keine Spur mehr“ zu sehen ist.
Erhalten seien schriftliche Quellen, Urkunden und zeichnerische Darstellungen aus mehreren Jahrhunderten. Mayrock gab einen kurzen geschichtlichen Abriss und erläuterte die technischen Mittel sowie die Grabungsergebnisse, die durch „Detektivarbeit“ zur Erschließung der wahrscheinlichen Gebäudeanordnung und einem plastischen digitalen Modell von Hauptburg, erster und zweiter Vorburg führten.
Neben der ursprünglich vorgesehenen Schautafel vor Ort regte Mayrock eine entsprechende Darstellung im Heimatmuseum sowie eine Umgestaltung des derzeit mit einem Drahtkäfig gesicherten Brunnenlochs am Burgstall an.