Christian Hofbauer von der Tiefbaustelle im Landratsamt stellte seine Planung für die Ortsdurchfahrt vor: Da der Straßengrund noch sehr gut sei, müsse der Landkreis lediglich die Gehsteige und deren Anbindung von Grund auf neu machen. Die Bauarbeiten werden sich vom Ortsschild im Norden bis zur Einmündung der Görisrieder Straße im Süden hinziehen.
Augenfälligste Verbesserung sei eine geänderte Straßenführung im Bereich des Anwesens Rehle, das abgerissen wird. Dadurch kann die Straße an dieser Stelle rund vier Meter nach Südosten verschwenkt und die gefährliche Einmündung der Kipfenhalde entschärft werden.
Die Gehsteige sollen in der Regel 1,50 Meter breit und gepflastert werden. Soweit sonst noch Grund zur Verfügung steht, können Grünflächen gestaltet und Bäume gepflanzt werden. Parkplätze kann sich Hofbauer beim Pfarrhof und auf dem dann unbebauten Rehle-Grundstück vorstellen.
Stromkabel sollen unter die Erde
Werner Weiß von den LEW brachte eine frohe Botschaft mit: Da über 60 Prozent der Dachanschlüsse in der Ortsdurchfahrt Wald bereits über 40 Jahre alt sind, übernähmen die LEW die Kosten für den Abbau und die Verlegung in der Erde. Einzige Bedingung: Mindestens 36 der 40 betroffenen Anlieger müssen mitmachen.
Obergrenze gefordert
Magnus Grimm zeigte auf, in welchen Bereichen Leerrohre für eine Breitbandversorgung verlegt werden sollen. Josef Guggemos vom Wasserbeschaffungsverband kündigte an, dass noch aus den 60er-Jahre stammende Wasserleitungen – ohne Kosten für die Anlieger – durch neue ersetzt werden.
Geschäftsstellenleiter Karl Huber von der VG Seeg berichtete, welche Grundstücke nach der Beitragssatzung der Gemeinde Wald zu einem Ausbaubeitrag herangezogen werden. Auf 2,53 Euro pro Quadratmeter wird sich der Beitrag nach den derzeitigen Kostenschätzungen und nach Abzug aller Fördermittel belaufen, rechnete er vor.
Da etliche Anlieger im Ortsbereich Grundstücke von stattlicher Größe besitzen, gab es deutlichen Protest gegen die geplante Umlegung der Kosten. Für große Grundstücke müsste es eine Obergrenze geben, forderten einige. Auch wenn die Gemeinde Wald nach Satzung schon jahrelang so abrechnet, sei das in diesem Fall äußerst ungerecht und unsozial, beschwerten sie sich, „immer zahlen die Gleichen“.
Bürgermeister Josef Ampßler stellte klar, dass sich der Gemeinderat demnächst mit den Details der Ortsdurchfahrtsplanung, der Stellplatzthematik aber auch mit der Kostenumlegung laut Satzung beschäftigen wird.
„Wir haben eine gültige Satzung und die sollten wir anwenden. Ich bin gegen eine Satzungsänderung“, meinte Ampßler. Für Härtefälle stellte er eine Stundung in Aussicht, über welche ebenfalls der Gemeinderat entscheiden muss. Die Zeit drängt – bereits im Frühjahr sollen die Bauarbeiten anlaufen.