Zweiter Bürgermeister Ludwig Brenner meinte nun in der Sitzung: „Obwohl ich ein Baumliebhaber bin, gehört vor die Kirche kein Baum“.
Dieser Meinung schlossen sich auch jetzt wieder mehrere Räte an. Bürgermeisterin Jutta Breitenmoser und andere Räte meinten hingegen, dass man sich inzwischen so an die Kiefer gewöhnt habe, dass sie durch eine Nachpflanzung oder einen anderen „passenden Baum“ ersetzt werden könnte. Ohne Baum sähe die Kirche „zu nackt“ aus.
Auch nach reichlichem Diskutieren kam eine Einigung nicht zustande, sodass beschlossen wurde, nach dem Fällen den „Tatort“ zu besichtigen und dann gemeinsam zu einem Urteil zu kommen. Denn einen Laubbaum oder wieder eine Kiefer als Ersatz zu pflanzen, könne man noch im Frühjahr entscheiden.
Zudem könnten sich die Bürger dann eine entsprechende Meinung bilden.
Infoabend zum Thema Windkraft
Breitenmoser wies auf den Termin am 22. Februar hin, bei dem um 20 Uhr im Gasthaus „Grüner Baum“ eine Infoversammlung zum Thema Windkraft stattfindet. „Die Bürger wurden schon hellhörig“, so Breitenmoser, denn an der Wildpoldsrieder Grenze sollen auf Kraftisrieder oder der Nachbarsflur weitere Windräder entstehen.
An diesem Abend stellen die beiden Antragsteller ihre geplanten Projekte (AÜW-Windrad und Bürger-Windrad) vor; ein Windpark Kraftisried könnte bald Gestalt annehmen.
Abschließend genehmigte der Rat einen Neubau mit Tektur der Metallwarenfabrik Hippold in Kraftisried ohne Einwände. Die Bürgermeisterin gratulierte außerdem den Schweinlanger Bürgern zum erreichten 6. Platz in der „Solar-Bundesliga“, mit dem die im Dorf erstellten Fotovoltaik- und Solaranlagen gewürdigt wurden.