Nun, wo die Sonne bereits Stunden früher verschwindet, müsse sich der Autofahrer erst an die neue Situation gewöhnen, sagt Thomas Maier, stellvertretender Leiter der Polizei in Marktoberdorf. Straßenbeleuchtung, Schneefall oder Regen, dann die oft dunkle Bekleidung der Fußgänger - das wirke erschwerend. Er weiß aber auch: «Mit der Zeit werden die Autofahrer vorsichtiger.»
Modefarbe schwarz
Ein Problem macht er vor allem in diesem Winter aus: die Modefarbe schwarz. Aus polizeilicher Sicht sei das das Schlimmste, was passieren konnte. «Da sagen wir den Älteren immer, sie sollen sich in der dunklen Jahreszeit auffällig kleiden, und jetzt tragen die Jungen schwarz», sagt Maier. So bleibe der Appell, in dieser Jahreszeit etwas für die eigene Sicherheit zu tun. Deshalb hat die Polizei einige Tipps parat, um Unfällen vorzubeugen:
Kleidung: Wer als Radler oder Fußgänger in der Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs ist, sollte keine dunkle Kleidung tragen. Auch reflektierende Bänder, die man über der normalen Kleidung tragen kann, erhöhen die Sicherheit.
Queren von Straßen: Auf jeden Fall vorhandene Geh- und Radwege nutzen und Straßen nicht irgendwo, sondern möglichst an Fußgängerüberwegen oder an Ampeln queren. Die Sicherheit, so sagt die Polizei, sollte einem einen Umweg wert sein.
Beleuchtung: Fahrräder sollten im besten Fall mit einer Beleuchtung ausgestattet sein, die auch im Stand noch Licht spendet. Zur Standardausrüstung sollten auf jeden Fall ein weißer Strahler nach vorne, das rote Rücklicht und gelbe Strahler in den Pedalen sowie in den Speichen gehören. (af/bec)
Reflektierende Kleidung und eine Beleuchtung am Fahrrad sind für Radler gerade in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig, mahnt die Polizei. Foto: Martina Diemand