«Doch nun wurden wieder neue Keime gefunden. Damit ist die Abschaltung hinfällig», sagte er bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Nach dem ersten Fund vor etwa einem halben Jahr musste die Gemeinde eine UV-Anlage zur keimfreien Wasseraufbereitung installieren.
Die Desinfektion funktionierte auch, und da in zwei Proben keine Keime mehr gefunden wurden, ging die Gemeinde davon aus, dass die teure Anlage nicht mehr nötig sei.
Doch der neuerliche Fund von Kolibakterien vereitelte nun diese Absicht und das Trinkwasser muss bis auf Weiteres mit der UV-Anlage bestrahlt werden. Zwar habe weder eine Gefahr für die Gesundheit bestanden noch bestehe sie, betont der Bürgermeister. Dennoch suche die Gemeinde nach einer Alternative zur ultravioletten Bestrahlung.
Peter Belm schlug dafür eine Ultrafiltration vor. Dieses Verfahren werde schon lange bei der Wasseraufbereitung angewendet. Zwar sei die Anschaffung teuer, aber der Stromverbrauch und der Unterhalt deutlich günstiger als bei der bisherigen Anlage, meinte Belm. Der Gemeinderat will nun Angebote für eine Ultrafiltrationsanlage einholen.
Das Gremium befürwortete zudme das Konzept der Kirchenverwaltung für die Neugestaltung der Friedhofsmauer. Die müsse teilweise komplett erneuert werden, etwa in der Kirchenstraße. Dort soll eine neue Betonmauer errichtet und mit aufgeklebter Klinkerverkleidung verziert werden, erklärte Kirchenpfleger Wilhelm Schindele.
Das sei günstiger und einfacher als normale Klinkersteine. Dennoch werde die aufgeklebte Verkleidung dem Anspruch gerecht, dass die Mauer ortsbildprägend bleiben soll, so Schindele.
Die Kirchenverwaltung wolle obendrein bald einen Bauplan für die Gesamtarbeiten vorlegen.
Dagegen bleibt die Situation bei der Beleuchtung in der Kommune vorerst in der Schwebe. Nachdem die Straßenbeleuchtung und das Versorgungsnetz nach einem Bundesgesetz zunächst getrennte Eigentümer haben müssen, schlägt nun der Bayerische Gemeindetag zwei Lösungen für die Kommunen vor: Entweder die Straßenbeleuchtungsanlagen komplett in den Besitz der LEW zu übergeben oder sie komplett zu übernehmen.
Während der Gemeindetag die erste Variante befürwortet und Gemeinden wie Baisweil dem zustimmten, votierte der Gemeinderat in Irsee für die zweite Variante. Das Eggenthaler Gremium will sich deshalb zunächst informieren und erst danach entscheiden.
Weg neigt sich nach innen
Eine Lösung für den Haldenweg präsentierte das Gremium. Nachdem dort ein Gebäude gebaut wurde, könne das Regenwasser nicht mehr auf eine Wiese abfließen. Vielmehr stehe nun die Straße in einer Kurve komplett unter Wasser.
Der eigentliche Grund sei aber, dass der Haldenweg an der Stelle eine Neigung nach innen hat: «Das war wohl ein Fehler beim Straßenbau», so Polzer. Die Gemeinde will sich nun mit zwei Anliegern einigen, dort einen Abfluss installieren und das Wasser bis zum nächsten gemeindlichen Regenwasserkanal leiten.