Mit den 50 bereits bestehenden Hortplätzen im Schulgebäude sind damit 100 Plätze verfügbar. Aktuell sind 76 Kinder (Vorjahr 47) in St. Martin angemeldet. Auch die dem Kindergarten St. Magnus angegliederten Hortgruppen wachsen. Dort können insgesamt 60 Kinder der Adalbert-Stifter-Schule betreut werden, wenn ab Mitte September die dafür vorgesehenen 14 Container aufgestellt sein werden. 40 Kinder wurden dort bereits im vergangenen Schuljahr in einem Raum über der Turnhalle und einem im Keller nach dem Unterricht betreut. 47 Kinder sind schon jetzt für das kommende Schuljahr angemeldet.
Teils angemietet und teils angekauft
Angemietet hat die Stadt die Container auf dem Schulareal St. Martin. Sie werden elektrisch beheizt, enthalten unter anderem zwei Gruppenräume, zwei Intensivräume, eine Küche, einen Therapieraum und ein Büro für die Hortleitung. Angekauft wurden dagegen die 14 eingeschossigen Container (250 Quadratmeter), die im Bereich der Adalbert-Stifter-Schule aufgebaut werden. 40 Plätze können dort laut Bauamt geschaffen werden. Insgesamt wurden für die Horte im diesjährigen Stadthaushalt 160000 Euro eingeplant. Wie die Leiterin des Kinderhorts St. Martin, Martina Schwarzmann, erläutert, werden die drei altersgemischten Gruppen teils von 11 bis 14 Uhr und teils von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Die Kinder kommen direkt im Anschluss an den Unterricht in den Hort und essen dort auch gemeinsam zu Mittag.
Sie können etwas von zu Hause mitbringen oder für 2,80 Euro ein Essen bestellen, das von einem Bistro angeliefert wird.
Hilfe bei Hausaufgaben und Freizeitprogramm
Bei den Hausaufgaben können sie - außer freitags - Unterstützung bekommen. Danach ist ein pädagogisches Programm wie gemeinsam backen und basteln oder auch Bewegung draußen oder in der Turnhalle angesagt. Für eine vierte Gruppe ist im St.-Martin-Hort bereits jetzt Platz eingeplant.
Erst- und Zweitklässler sowie Dritt- und Viertklässler werden in den beiden Gruppen im Hort St. Magnus zusammengefasst. Der Tagesablauf sieht für sie ähnlich aus wie im Hort St. Martin, wie die Erzieherin Andrea Fritzsche sagt, die mit weiteren drei Kolleginnen für die Schulkindbetreuung in Marktoberdorf-Nord zuständig ist.
Zukunftsweisende Entscheidungen stehen bevor
Die Container sind eine vorübergehende Lösung der Raumnot. Eine endgültige kann erst kommen, wenn wichtige weitere Entscheidungen über die Marktoberdorfer Grundschulgebäude gefallen sind. In der Überlegung sind ein Neubau oder Umbau der St.-Martin-Schule beziehungsweise eine Erweiterung der Adalbert-Stifter-Schule als Alternative. (sg)