
Zur Gesprächsrunde kamen Vertreter der Polizei Marktoberdorf, der Bundespolizei und der DB-Sicherheit sowie des Jugendamtes Ostallgäu. Gerade im Bereich des Bahnhofes seien in den zwei vergangenen Jahren die Straftaten deutlich gestiegen.
Durch die meist von Jugendlichen verursachten Sachbeschädigungen an den Bahnanlagen sei bisher ein Schaden in Höhe von rund 10 000 Euro entstanden. Die Zahl der Täter, die überwiegend am Wochenende und abends aktiv sind, ist begrenzt und oft sind sie namentlich bekannt, so dass hier die Aufklärungsquote überdurchschnittlich hoch sei, so Bürgermeister Eurisch in seinen Ausführungen.
Bürger verunsichert
Die derzeitige Situation führe dazu, dass Bürger den Bahnhofsbereich in den Abendstunden meiden oder nur mit Bedenken betreten. Biessenhofen sei hier aber keine „Insel der Gewalt“, vielmehr trete dieses Problem auch in anderen Gemeinden und Bahnhöfen auf. Im Gespräch wurden verschiedene Maßnahmen diskutiert, die zur Verbesserung der Situation führen sollen.
Vorrangig sollen die umliegenden Anwohner in Gesprächen dafür sensibilisiert werden, aufmerksam die betroffenen Bereiche zu beobachten und Vorkommnisse zu melden. Der stundenweise Einsatz eines Streetworkers wurde vom Jugendamt aufgrund positiver Erfahrungen angeregt. Hierzu sollen entsprechende Gespräche stattfinden.
Zur Verbesserung der Sicherheit kann durchaus auch die Überwachung mittels Videokameras beitragen. Straftaten werden dadurch verhindert oder leichter aufgeklärt. Eine Verlagerung des Tatorts auf andere Plätze wäre aber oft die Folge. Bei der geplanten Neugestaltung des Bahnhofs könnte diese Maßnahme aber durchaus realisiert werden.
Sicherheitsgefühl stärken
Auch Zweiter Bürgermeister Erwin Trinkwalder zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Besprechung und dem Austausch von Informationen. So war ihm beispielsweise nicht bewusst, dass die DB-Sicherheit mit regelmäßigen Streifgängen große Präsenz am Bahnhofsgelände zeige.
Er ist sich sicher, dass durch die verstärkte Zusammenarbeit der Behörden und der Gemeinde sowie mit präventiven Maßnahmen und der Sensibilisierung der Bevölkerung das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt und die Situation verbessert werden könne.