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Aitrang (az) (az) | 11.03.2010 00:00 Uhr

Aitrang baut die Elbseezufahrt aus

Sitzung - Räte bevorzugen einen Vollausbau - Seniorenwohnanlage soll kommen

Der brisanteste Punkt der vielfältigen Tagesordnung der jüngsten Aitranger Gemeinderatssitzung kam zum Schluss. Bürgermeister Jürgen Schweikart stellte dem Gremium einen Teil- oder Vollausbau der Zufahrtsstraße an den Elbsee zur abschließenden Entscheidung. Es wurden noch einmal kurz die bekannten Argumente ausgetauscht, auch die Hoffnung nach einer 70-prozentigen Mitfinanzierung der tatsächlichen Kosten durch die Gemeinde Ruderatshofen. Die bisherige jährliche Ruderatshofener Pauschale in Höhe von 2900 Euro zum Straßenunterhalt entfiele ab heuer.

«Dieser Winter gab der Straße den Rest»

Rat Eduard Albrecht fasste das Gespräch so zusammen: «Dieser Winter gab der Straße den Rest, somit kommt nur ein Vollausbau in Frage». Der Ausbau hat laut Rathauschef Schweikart eine Länge von 800 Metern. Die anfallenden Grunderwerbskosten tragen die Aitranger. Mit dem vorläufigen Baubescheid sei in etwa zwei Wochen zu rechnen. Nach den Vorbereitungen und der Ausschreibung könne nach Ostern mit dem Ausbau begonnen werden, meinte Schweikart. Die Baukosten betragen rund 250000 Euro abzüglich einem Zuschuss von 57,5 Prozent. Schweikart rechnet mit einer gesamten Restsumme von 136000 Euro. Der Rat fasste seinen Beschluss einstimmig.

Nach zwei gezielten Umfragen in der Gemeinde Aitrang zu einem Seniorenkonzept, erläuterte Bürgermeister Schweikart, liege es am Gemeinderat bald «Nägel mit Köpfen» zu machen. Zehn Aitranger Bürger bekundeten schriftlich ihr Interesse an einem Seniorenwohnsitz im Dorf.

Der Gemeinderat gab einhellig grünes Licht zu weiteren Verhandlungen mit möglichen Bauträgern, Investoren und Grundeigentümern zum Bau einer Seniorenwohnanlage. Ebenso soll sich der Arbeitskreis «Senioren in Aitrang» mit dem Thema befassen und zu einer auf Aitranger Wünsche bezogenen Verwirklichung beitragen.

Antrag auf Dorferneuerung: Auch private Maßnahmen gefördert

Ferner beschloss der Gemeinderat, die Dorferneuerung für die gesamte Gemeinde Aitrang zu beantragen. Damit könne der Leerstand mehrerer Häuser im Ort angegangen werden, der Erhalt der dörflichen Infrastruktur wäre eine lohnende Aufgabe und nicht zuletzt könnten ökologische und energetische Projekte angestoßen werden, meinte das Gemeindeoberhaupt. Auch private Maßnahmen würden im Rahmen der Dorferneuerung gefördert.

«Testweise» wird an den Ortseinfahrten von Wenglingen eine mobile, wechselseitige Verschmälerung der Straße vorgenommen, um den dortigen Verkehr zu beruhigen.

(ram)



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