Waltraud Augsten, Obfrau der Gartenanlage „Linggen“ in der Nähe des Bachtelweihers, streift durch ihr knapp 300 Quadratmeter großes „Reich“. „Den Wirsing muss ich noch ausgraben“, sagt die 67-Jährige. Auch der Teich müsse noch abgedeckt werden. Er sei heuer viel länger als sonst ohne Abdeckung: „Die Fische fressen nämlich noch.“ Das Laub aus ihrem Schrebergarten hat Augsten schon auf den Wertstoffhof gebracht. „16 Säcke waren es dieses Jahr“, sagt die Obfrau. In der Herbstzeit habe sie bei gutem Wetter regelmäßig vormittags im Garten gewerkelt.
Auch Augstens Nachbarin Ingrid Knestel muss noch einiges erledigen, bis der Garten winterfest ist, Äste häckseln beispielsweise: „Die Rentner haben in unserer Anlage schon fast alles geschafft, aber viel Arbeit ist es auch bei uns nicht mehr“, meint die 58-Jährige. Knestel nutzt die November-Sonnenstrahlen zudem, um sich im Schaukelstuhl ein wärmendes Sonnenbad zu gönnen.
Beim Ehepaar Inge und Karl Zimmermann in der Schrebergartensiedlung „Unterer Stadtweiher“ wird Pferdemist auf den Beeten verteilt. „Unter dem Mist haben es die Pflanzen wärmer“, sagt Inge Zimmermann. Die stellvertretende Obfrau der Gärten am Stadtweiher muss vor dem Winter noch ein bisschen Laub zusammen rechen.
„Wir sind heuer über das gute Wetter erstaunt. Weil bei uns das Wasser Ende Oktober abgestellt wird, waren die meisten Arbeiten bis dahin auch abgeschlossen“, so Karl Zimmermann. Zwei Anhänger Laub haben die Eheleute zum Wertstoffhof gefahren. „Durch das milde Wetter im November treibt jetzt sogar schon der Mangold“, sagt Inge Zimmermann. Als letzter Akt stehe dieses Jahr noch die Ernte des Endiviensalats an.